Brother Wolfs Siberian Husky Kennel

Alles über das Leben und Arbeiten in Sapmi ( Lappland/Schweden ) und über Siberian Huskys, die besten Schlittenhunde der Welt !!

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Es ist Wochendende

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es regnet, ich habe jede Menge Ärger am Hals, wie üblich muss man leider schon sagen, und was bringt mir gestern die hoch werte Post ?

Ein Buch.

Nun ja,  das kommt vor, da ich ja selber an meinem schreibe, hat mich irgendwer auf irgendwelche Listen drauf getan und ich bekomme öfter mal Freiexemplare oder ähnliches. So weit so schlecht. Diesmal war ich aber nur noch am Kotzen. Der Titel dieses ganz üblen Machwerkes lautet doch wirklich und wahrhaftig:

Modernes Schlittenhundetraining.

Nun ja, nach exakt 3 Seiten lesen war klar,  dass das genauso eine große Verarsche ist wie das ganze Mushing with Pride, alleine die im Internet veröffentlichte Marketingscheiße über den angeblichen Tierschutz, ist mal wieder die Heuchelei in Reinkultur.  Pures Marketing das Tierquälereien vom aller feinsten bemänteln soll. Man kann sich den Besuch in allen dort erwähnten Kennels radikal sparen und das Geld für diese gequirlte Scheiße auch.

Dazu bedarf es nur einiger weniger Fakten, die ich hier mal erwähnen möchte: Zwingerhaltung !!, Verwendung von Stahlseilen, Teilnahme an den bekannten Rennen und damit Mitverantwortung für die dortige Tierquälerei, Zusammenarbeit mit allem was “Rang” und “Namen” hat,  bei der Ketten- und Zwingerhaltung von E. Ellis, bis Robertz, Verwendung von mehrfach Kettenstakeouts und so weiter und so fort.

Keine Spur von Modern, keine Spur von artgerechter Haltung,  alles eine einzige Ansammlung von völlig hirnlosem Scheißdreck.

Und mal wieder bleibt mir nur die Ansage: Wo sind denn alle diese tollen Musher abseits der 30 Mal gespurten Trails, in der freien Natur, ohne Deckchen für ihre frierenden Hunde, ohne “Depotsäcke”  alle 20 Kilometer, bei 30 Grad minus auf Wildtrails im Gelände? Und wo sind denn bitte alle die 10 bis 15 Jahre alten Schlittenhunde, die es in allen diesen tollen Kennels geben müsste,  die ja “erfolgreich” seit Jahrzehnten arbeiten? Wie viele der Kommandos die man braucht können diese Hunde denn? Etc. etc. pp.

Den Rest meiner durchaus wesentlich substantielleren Kritik kann ich mir sparen, diese Sorte Tierquäler lernt es ja sowieso nie. Statt so was Bücher schreiben zu lassen müsste man denen die Hundehaltung glatt verbieten…

Schade um jeden Euro,  den man  für dieses bedruckte Klopapier verschwendet.

Have fun
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  • Basket => Als Basket wird die Ladefläche eines Schlittens bezeichnet.
  • Booties/Boots => Kleine Hundeschuhe aus Nylon/Leder/Codura,Fleece zum Schutz der Pfoten
  • Bridle => Kleines Seil am Schlitten an dem die Zug- bzw. Zentralleine befestigt wird
  • Brushbow / Bumper => “Stoßstange” am vorderen Schlittenteil
  • Cheechako => gesprochen Tschitschako meint Anfänger
  • Desiree to go => Bezeichnung für den bei Schlittenhunden angeborenen Willen zum Rennen und ziehen.
  • Dog Handler => Kurz : Hundebetreuer/Rennhelfer
  • Double Hitch => Doppelgespann; Standardanspanmethode
  • Fan Hitch => Fächergespann; alternative Anspannmethode; flexibler
  • Fishback => Geschirr; leicht
  • Gang Hitch => siehe Double Hitch
  • Gangline => Zentralleine
  • Towline =>siehe Gangline
  • X-Back => Geschirr; Universalgeschirr
  • Siwash => Geschirr; Langstreckengeschirr
  • Pulka => Geschirr; für Tandem Hitch
  • Harness => Geschirr; eher ungebräuchlicher Begriff
  • Komatik => Originalschlitten der can. Eskimos
  • Lead Dog => Leithund
  • Musher => Schlittenhundeführer
  • Pack Bag => Packtaschen für Hunde
  • Panic Snap => Sicherheitskarabiner am Schlitten
  • Puppy => Welpen
  • Runner => Schlittenkufen
  • Rookie => siehe Cheechako
  • Toboggan => Lastschlitten can. Indianer
  • Trail => Renn/Laufstrecke; früher Weg, traditionell
  • Run – Trail => Renn/Laufstrecke; mit Schneemobilen planiert, oft gewalzter, gefestigter Schneetrail
  • Wild – Trail => Schlittenhundepfad; unbefestigt, oft nur mit Ski/Schneeschuhen vorgegangen, tief
  • Yearling => trainierter Hund ohne Erfahrung
  • Swingdog => Traningsplatz im Gespann direkt hinter Leithund
  • Stakeout => Anleinplatz;
  • Bitch => Hündin;oft sind Zuchtweibchen gemeint
  • Pack => Rudel
  • Sibs => Amerikanischer Slang für Siberian Huskys
  • Freilauf => Umzäuntes Gelände für ein Rudel
  • Happy Dog Team => “Seniorenteam” Hunde über 8 Jahre, Musher über 40 Jahre

Longdistanztraining

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Longdistanztraining, so wie wir es verstehen, ist eine sehr deffiziele Gradwanderung. Einerseits muss man die Hunde und was man oft vergisst, auch sich selbst, an die Grenzen der Leistungsfähigkeit bringen.

Andererseits müssen gute Leader Ihren Instinkten folgen dürfen. Der Siberian Husky hat in vielerlei Hinsicht Sinne, Instinkte und Erfahrungen die denen des Menschen weit überlegen sind. Diese gilt es zu fördern und sanft in Bahnen zu lenken die zum Nutzen des Teams eine jederzeit sicheren Trail ermöglichen. Andererseits muss man die Hunde bremsen: Zum Wohle seines Rudels oder Leithundes geben die Tiere alles. Das kann von blutigen Pfoten bis hin zur totalen Erschöpfung reichen. Hier ist es Aufgabe des veranwortungsvollen Mushers rechtzeitig und fürsorglich diese Grenzen zu erkennen und die Hunde eben nicht zu überfordern. Auch wenn dies mal ein Notbiwak im Schlitten bei Schneefall oder minus 30 Grad bedeutet.

Die “paar” Kilometer nach Hause oder zur Hütte können die Hunde endgültig und für immer schädigen. Wer seine Sibs nicht als pures Equipment sieht, wird darauf achten.

Wir beginnen unser Training im Spätsommer bei höchsten +8 Grad. Dies bringt mit sich das man, um die nötigen Trainingsmonate und Kilometer zu erreichen, meisten mitten in der Nacht aufstehen muss, da es ansonsten zu warm ist. Siberian Huskys laufen sowieso lieber bei Nacht.

2 Stunden vor jeder Trainingseinheit werden die Hunde gründlich gewässert. Da Sie von sich aus oft nicht genug trinken, helfen hier kleine Tricks wie extrem stark verdünnte Rinderbrühe. Aber bitte keine Brühwürfel. Diese bestehen fast nur aus Salz. Auskochen sollte man seine Knochen schon selber. Desweiteren steht mindestens alle 5 bis 10 km eine Wassertonne bereit. Zumindest zu Saisonbeginn. Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt brauchen die Hunder enorme Mengen an Flüssigkeit. Und Muskelkrämpfe sind das letzte was man provozieren sollte. Nach unseren Beobachtungen ist die beste “Betriebstemperatur” für Ihr Team ca. minus 10 Grad. Darüber verbrauchen die Tiere zu viel Flüssigkeit, darunter geht zu viel Energie alleine für die Körperfunktionen verloren. Was natürlich nicht heist das man bei minus 40 Grad nicht mehr fahren kann. Nur explodiert dann geradezu der Energie und damit der Futter und Snackbedarf. Dazu später mehr.

Nach einem langen Sommer sind die Hunde natürlich nicht in Top Kondition. Hoffentlich im Gegensatz zum Musher der in etwa schon jetzt das Niveau zum Lauf mindestens eines Halbmarathons erreicht haben sollte. Hunde bauen Muskeln und Kondition erheblich schneller auf als Menschen. Zu Saisonbeginn müssen Sie also schon weit voraus sein, sonst fallen Sie später beim pedalen und mitlaufen am ersten Berg um.

Wir beginnen also immer mit kleinen Entfernungen von 5 bis 8 Kilometern. Schon hier sollte man versuchen möglichst das ganze Team zusammen zu trainieren. Natürlich geht das nicht immer, gerade die Leader müssen extra , teilweise beim Joggen oder Querfeldeinlauf und am Fahrrad geschult werden. Aber es ist essentiell das die Hunde schon jetzt Ihre Rolle im Team finden. Was sich im ersten Jahr mitunter sehr schwierig gestaltet, wird in den Folgejahren immer leichter. Dann haben die Jungs meist schon Ihre Erfahrung.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt:
Sofort nach dem Start sollten Sie durch dosiertes bremsen das Team schnellstmöglich in einen energiesparenden Trap bringen. Der langsamste Hund gibt das Tempo vor. Sonst verbrauchen die Hunde Ihre ganze Kraft einfach weil Sie verrückt auf Laufen und Tempo sind.

Das ist schwierig gerade bei Junghunden:
Bremst man zuviel denken die sich, “Spinnt der Kerl der ist doch schon schwer genug” und hören einfach nach ein paar Kilomern auf. Lässt man sie rennen dann sind Sie ebenfalls nach wenigen Kilomern ausgepowert. Eine Geschwindigkeit von maximal von 8 bis 12 Stundenkilometern ist völlig ausreichend. Selbst wenn Fussgänger und andere grinsen ob der Tatsache das Sie Schritttempo fahren: Spätestens wenn Ihre Hunde nach erfolgreichem Training dieses Tempo 8 Stunden lang mit 400 Kg auf dem Schlitten ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bewältigen, wissen Sie wer klüger war. Wer natürlich bei grossen Rennen mitfahren will und mit Hounds und ähnlichem unterwegs ist wird doppelt so schnell. Aber die Hunde dafür auch nach 5 bis 8 Jahren kaputt und er tot wenn er mal eine Woche bei minus 30 Grad ohne Hilfe draussen sein müsste. Weil seine tollen Hounds dann nämlich alle erfroren sind. Wie auch immer, für solcherart Musher ist ein sanftes Traing wie wir es praktizieren ja eh ungeeignet.

Zu Beginn löst ein Trainingstag einen Pausentag ab. Mit der Zeit und zunehmender Leistungsfähigkeit der Hunde gehen wir bis auf 4 Trainingstage zu einen Ruhetag nach oben. Sobald grössere Ermüdungserscheinungen auftreten fügen wir weitere Pausentage ein. Wir halten es für besser eher einen Tag mehr Pause zu machen als einmal zurückgelegte Strecken zu verkürzen.

Als kleine Motivationshilfe gerade für die Junghunde fahren wir möglichst runde Wege damit die Hunde nicht wissen das Sie schon auf dem Heimweg sind. Einigen ist es dann zuwenig und sie werden lustlos , andere fangen an zu hetzen. Die Erfahreneren durchschauen das Spielchen meist natürlich sofort…

Die Streckenlänge erhöhen wir im 3 zu 1 Rythmus: Jeweils 500 Meter mehr pro Trainingstag aber nicht mehr als 3 Steigerungen vor einem Ruhetag. Da man am Anfang eh eins zu eins hat ist dies auch kein Problem.

Diese Raten sind aber Richtwerte. Eher weniger Steigerung als mehr. Wenn die Hunde an einen Breakpoint kommen , wie z.b. in diesem Jahr einmal bei um die 20 KM und einmal bei um 45 KM dann wird dieser nicht mit Gewalt überlaufen sondern die Streckenlänge für einige Trainigstage gehalten. Nach 4 bis 5 Trainingstagen überlaufen Sie die Länge von selbst.

Das alles gilt bis zu ca. 35 KM. Ab da trainieren wir ganz anders, weil es ab diesem Punkt anstrengend wird. Wir nehmen die Durchschnittslaufzeit für die sagen wir mal 35 Km. Auf den Runtrails sind das so 4,5 Stunden. Ein akkurates Trainingstagebuch hilft da. Mit Bootiepausen und einmal snacken und alle 10 bis 15 KM wässern.

Dann machen wir 4,5 Stunden Pause, snacken, wässern, Pfoten cremen, booten, Heu raus, sich allgemein um die Hunde kümmern, kuscheln, und sie schlafen lassen. Danach wieder 4,5 Stunden laufen. Das steigern wir dann über die Jahre bis auf MAXIMAL 8 Std/8Std. Alles andere ist nach meiner Meinung Tierquälerei oder einfach dummgezüchtet. Kein Hund der Welt der noch alle Tassen im Schrank hat läuft freiwillig 20 Stunden nonstop. Davon abgesehen das der eh mit 6 bis 8 dann kaputt ist und abgeknallt wird (oder noch mal schnell 5 mal werfen/decken darf weil das bringt ja schnelles Geld ) von den tollen Iditarod Siegern….

Wenn man es schafft über die Jahre denn 8/8 zu erreichen dann kann man wirklich (Pfoten gebootet und gesund das ist immer der Knackpunkt ) fast beliebige Wiederholungen fahren. Unser Bestes waren bisher 31 Wechsel. Dann war Schluss. Aber nicht wegen der Hunde sondern weil ich auf Grundeis ging. Die Jungs standen am nächsten morgens um 4 wieder pünktlich am Zaun.

Generell gelten noch folgende Anmerkungen:
Keinerlei Leistungstraining bevor die Hunde nicht mindestens 2 Jahre alt sind. Das schwächste Teammitglied bestimmt sowohl Distanz als auch Gewicht. Das mag allem Leistungsdenken wiedersprechen, aber Sie erhalten dadurch ein harmonisches, verlässliches Team.

Immer auf die Bedinungen achten:
Wie ist der Trail, das Wetter (z.b. ist es bei Nebel zwar schwerer zu atmen aber durch diese höhere Luftfeuchtigkeit brauchen die Hunde weniger Wasser) wie sind die Temperaturen, der Schnee, die Stimmung der Hunde und des Mushers. Es spielen viele Faktoren ein Rolle. Mit den Jahren und der Erfahrung werden Sie selbst ein Gefühl dafür entwickeln.

Abzulehnen sind jede Form von chemischen Hilfsmitteln. Sollten Ihre Hunde während des Trainings Probleme mit Muskeln oder Sehnen haben, dann sind es meist 2 Ursachen: Schlichte Überlastung, da hilft nur Ruhe. Oder aber falsche Ernährung. Wer hier Geld sparen will und Billigfutter alla Troll oder ähnliches füttert darf keine Wunder erwarten.

Als natürliches Beruhigungsmittel bei vielleicht doch einmal auftretenden Krämpfen verwenden wir reinen Kampfer. Als Umschlag nie innerlich. Er hilft dem Muskel auf natürliche Weise zu entspannen. Mehr soll nicht sein, dann ist Ruhe vonnöten. Die Hunde allerdings verabscheuen den Geruch.

Ach ja und wer meint er müsse cool sein und seine Hunde trainieren indem er Sie ein Autowrack ziehen lässt, dem gehört die Haltung verboten. Sowas ist dumm und vor allen gefährlich. Es gibt nicht umsonst Quads und Trainingswagen.

Womit wir beim Thema Trailsnacks sind. Da kusieren ja die tollsten Dinger. Die reinsten Chemiebomben werden da gepriesen mit 44 Zusatzstoffen, 30 Mineralien, eingebauten Deodorant und Geschmack von Eichhörnchen über Bison bis hin zum indischen Wanderaffen. Wenn man Hunde zum fressen motivieren muss, hat man etwas falsch gemacht. Die Hunde sind garantiert übermüdet und überlastet. Ergo ist eine Auswahl wie im Bonbonladen überflüssig.

Ein guter Trailsnack muss vor allen Dingen 2 Dinge enthalten:
Wasser und leichtverdauliche Fette.

Wir verwenden selbstgemachte Trailsnackes die wir wie folgt herstellen:
Rinder, Ren oder Elchblut wird bei mässiger Temperatur auf ca 1/3 seines Volumens eingekocht. Dazu kommen dann je 200 Liter Blut 50 Kg reines Soya , 50 kg reines Lachsöl (da steht rein also keine Konservierungsmittel, Farbstoffe und ähnliches) sowie 50 kg ungehärtetes Palmkernöl aus kontrolierten biologischen Anbau. Als Bindemittel fügen wir reine, selbstgekochte Rindergelantine und grobe Haferflocken (diese enthalten auch Unmengen an hilfreichen Mineralstoffen) hinzu. Das ganze formt man zu Portionsbällchen a 50 bis max 100 g. Gut tiefgefroren hält dieser Snack eine ganze Saison. Und bisher hat kein Hund den wir kennen diesen Snack verschmät. Allerdings dürfen wir nicht unerwähnt lassen das sich bei bestimmten denaturalisierte und degenerierte Hunden die offenbar nur noch Chemienahrung kennen bei diesem natürlich Snack schon mal ein richtig “flotter Otto ” eingestellt hat. Was bei unseren Siberian Huskys und Malamuten von Freunden zumindest noch nie passiert ist… .

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Berge. Hier komt auch die Eingangs erwähnte Fitness des Mushers ins Spiel. Ihr Team kann wunderbar 30 Kilometer laufen. Dann 2 kleine Hügel a 500 Meter und alles ist vorbei. Für Tage. An Steigungen und Bergen müssen die Hunde erheblich mehr arbeiten. Die Muskel- und Beinstellung, ja der ganze Bewegungsablauf ist ein anderer. Die Hinterläufe brauchen jetzt bis zum 6 fachen an Kraft wie auf ebener Strecke.

Deshalb:
trainieren Sie von Anfang an Berge. Und sobald Sie merken das es schwer für die Hunde wird Mitpedalen ! Verlieren Sie auch dann noch Ihren Trab und fallen in Schritt, dann runter von den Kufen und mitlaufen. Sie werden sehen sobald das Gewicht weg ist fallen die Hunde wieder in den hoffentlich antrainierten Trab.

Allerdings:
NIE den Schlitten schieben (einzige Ausnahme das Trailbrechen dazu später mehr). Sie müssen lernen das das Gewicht am Berg einfach schwerer ist.

Damit kommen wir zum nächsten Thema:
Gewichtszuladung. Natürlich ist es nötig nach und nach Gewicht zuzuladen. Den man will ja schlieslich auf langen Trails nicht Hungern und frieren. Dazu Hundefutter, sonstige Ausrüstung, Erste Hilfe Pack und so weiter.

Auch hier gilt:
Nach und nach. Wenn man feststellt das die Hunde eine Distanz von 35 Km locker bewältigen beginnt man in kleinen Schritten Gewicht hinzuzufügen. Nie mehr als höchstens 5 Kilo. Die Hunde spüren den Unterschied sofort. Ab einer Last von ca. 100 Kg wird es dann schwieriger. Hier zeigt sich welches Team man hat. Denn beim losfahren und weichen Schnee oder auf Wildtrails muss eine solche Masse erst mal in Bewegung gebracht werden. Hier müssen Sie beim losfahren sogar mitschieben bis der Schlitten zumindest etwas gleitet.

Und ein Punkt der oft übersehen wird kommt hier ganz entscheidend hinzu:
Wie ist Ihr Schlitten beladen? Das meiste Gewicht sollte nämlich möglichst nahe an ihrem Standplatz das heisst hinten liegen. So “steigt ” der Schlitten vorne leichter auf, ist viel einfacher um scharfe Kurven zu bringen und versackt nicht so leicht im Tiefschnee. . Das Gewicht muss natürlich trotzdem möglichst breit verteilt werden. Aber wenn Sie den Schwerpunkt nach vorne legen werden Sie erhebliche, manigfaltige Probleme bekommen.

Damit kommen wir zum für uns schönsten Punkt:
Dem Fahren auf und das Brechen von Wildtrails. Keiner tut es mehr, man hat ja Skiddos und wozu sich so abrackern?? Aber es ist die ursprünglichste und natürlichste Art sich mit einem Gespann fortzubewegen! Absolute Stille, nur die Geräuche der Natur, das Keuchen von einem Selbst und den Hunden, die Freude über jeden geschafften Meter und das Biwak mitten in der Taiga sind Erlebnisse die man nie vergisst.

Die klassische Methode ist dabei jede Strecke quasi 3 mal zu fahren. Erst sucht man sich mit Schneeschuhen oder Ski seinen Trail. Dann fährt man mit einen leichten oder unbeladen Schlitten den Trail ein, damit zumindest etwas tragender Untergrund vorhanden ist. Bei mehreren Metern Schnee ist sonst kein Durchkommen. Dann fährt man zurück und holt seine Ausrüstung. Eine sehr Kräfte- und zeitaufwendige Angelegenheit. Hat man 2 Teams zur Verfügung ist es natürlich einfacher. 10 bis 20 Km pro Tag so zurückzulegen ist eine unglaubliche Leistung.

Hier können gut ausgebildete nordische Hunde ihr ganzes Können ausspielen! Oft scheinen Sie beim Trailsuchen einen Umweg zu laufen, eine Kurve zu machen wo der Weg geradeaus doch kürzer und einfacher scheint, ja manchmal sogar Schleifen zu laufen. IMMER hat sich bei uns aber, spätestens wenn wir mit dem schweren Lastschlitten nachkamen, herausgestellt das die Hunde recht hatten. Ob Steine, Overflows, Baumstämme unter der Schneedecke oder dünnes Eis wegen Quellen im Flusslauf. Die Tiere verfügen über einen Instinkt der unseren bescheidenen Sinnen grenzenlos überlegen ist. Natürlich muss man seinen Hunden dazu trauen und Sie führen lassen… .

Alles Blödsinn sowas gibt es nicht werden die Rennmusher jetzt sagen, der Hund muss den Weg gehen den ich bestimme. Fragen Sie dazu mal den Gewinner des Yukon Quest 2006, Lance Mackey. Diesem hat sein einmaliges mangelndes Vertrauen in seinen Leader dieses Jahr fast den Sieg gekostet !! Zitat : ” At the top of King Solomon’s Dome, Mackey had the option of going right onto a snowmachine trail or going left down a nice paved road that was clear. Larry wanted to go right. But Mackey overrode his leader and went left. I assumed that road didn’t go on forever,” Mackey said. “It did. There’s 4,000 acres of farmland down there and I saw all of them.” …….. “I thought I blew it,” he said. “I started apologizing to the dogs, I was telling them it wasn’t their fault. I wanted to bawl like a baby. It was a self-inflicted wound.” Originalquelle : Fairbanks Daily News Miner.

Na ja, und wenn ein Hund 20 mal auf den Weg gezwungen wurde den er für nicht geeignet hält, dann wird er beim 21 mal entweder stehenbleiben und auf ein Kommando warten oder gar nichts tun. Schlieslich ist der Mensch der Kopf des Rudels. Aber man kann seinen Hunden sehr wohl beibringen zwischen gespurten Run Trail und dem gewünschten Verhalten dort und Wildtrails zu unterscheiden. Also eine Frage wie und worin man seine Hunde ausbildet. Hier trennen sich einfach die Welten des modernen schnell schnell schnell Mushers und des Traditionalisten. Fragen Sie mal Inuit oder Chucki die heute noch traditionell leben. Die halten die ganzen “Leistungen” die heute so erbracht werden für puren Kleinkinderkram. Und lachen herzlich über die Einfalt der “zivilisierten” und “fortschrittlichen” Westler. Die mitten im Schnee dursten weil sie ohne weis der Geier was kein Schnee geschmolzen bekommen und wenn Probleme mit dem Mineralstoffhaushalt haben weil rohes, gefrorenes Fleisch essen ist ja unzivilisiert….

Zu den Methoden und der Integration von modernen Erkenntnissen des Hundetraining und traditionellen Werten und Lernzielen werden wir später und an anderer Stelle noch weiteres schreiben. Wir hoffen dieser Artikel hat ihr Intresse und vielleicht Ihren Beifall gefunden.

Allgemeines Erscheinungsbild:

Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer Arbeitshund, schnell, leichtfüßig, frei und elegant in der Bewegung.

Sein mäßig kompakter, dichtbehaarter Körper, die aufrecht stehenden Ohren und die buschige Rute weisen auf die nordische Herkunft hin. Seine charakteristische Gangart ist fließend und anscheinend mühelos.

Er ist nach wie vor äußerst fähig, seine ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere Lasten in mäßigem Tempo über große Entfernungen zu ziehen.

Die Proportionen und die Form seines Körpers spiegeln dies grundlegend ausgewogene Verhältnis von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wieder.

Die Rüden sind maskulin, aber niemals grob; die Hündinnen sind feminin, aber ohne Schwächen im Aufbau. Ein Siberian Husky in richtiger Kondition, mit gut entwickelten, straffen Muskeln, hat kein Übergewicht.

Größe, Proportion, Substanz:

Widerristhöhe:
Rüden: 53,5 – 60 cm
Hündinnen: 50,5 – 56 cm

Gewicht:
Rüden: 20,5 – 28 kg
Hündinnen: 15,5 – 23 kg

Das Gewicht steht im richtigen Verhältnis zur Widerristhöhe. Die genannten Größen und Gewichte bezeichnen die äußersten Grenzen ohne einem Extrem den Vorzug zu geben. Übermäßige Knochenstärke oder Übergewicht sollte bestraft werden. Die Länge des Körpers, gemessen vom Schultergelenk bis zum Sitzbeinhöcker, übertrifft ein wenig die Widerristhöhe. Ausschließender Fehler: Rüden über 59,69 cm und Hündinnen über 55,88 cm.

Kopf:
Ausdruck: Durchdringend, aber freundlich; interessiert und sogar schelmisch.

Augen:
Mandelförmig, mäßig auseinanderliegend und etwas schräg gelagert. Die Augen können braun oder blau sein, wobei ein braunes und ein blaues Auge sowie mehrfarbige Augen zu akzeptieren sind.
Fehler: Zu schräg oder zu dicht beieinander liegende Augen.

Ohren:
Von mittlerer Größe, dreieckig, eng beieinanderstehend und hoch angesetzt. Sie sind dick, gut behaart, hinten leicht gewölbt, aufrecht stehend, mit leicht abgerundeten, aufgerichteten Spitzen.Fehler: zu groß im Verhältnis zum Kopf; zu weit auseinanderstehend; nicht fest aufrechtstehend.

Schädel:
Von mittlerer Größe und passend zum Körper, oben leicht gerundet und sich von der breitesten Stelle zu den Augen hin verjüngend. Fehler: Plumper oder schwerer Kopf; zu fein gemeißelter Kopf.

Stop:
Gut ausgeprägt; das Nasenbein ist gerade vom Stop bis zur Nasenspitze.
Fehler: Nicht genügend ausgeprägter Stop.

Fang:
Von mittlerer Länge, das heißt, der Abstand von der Nasenspitze bis zum Stop ist gleich dem vom Stop bis zum Hinterhauptbein. Der Fang ist von mittlerer Breite, sich zur Nase hin allmählich verjüngend, jedoch nicht spitz oder breit endend. Fehler: Fang entweder zu fein oder zu grob, zu kurz oder zu lang.

Nase:
Schwarz bei grauen, lohfarbenen und schwarzen Hunden; leberfarben bei kupferfarbenen Hunden; bei rein weißen Hunden kann sie fleischfarben sein. Die rosastreifige “Schneenase” ist zu akzeptieren.
Lefzen:
Sie sind gut pigmentiert und eng anliegend.

Zähne:
Scherengebiss.
Fehler: Jede Abweichung vom Scherengebiss.

Hals, Obere Linie, Körper:

Hals:
Mittlere Länge, gebogen, im Stand stolz aufgerichtet. Im Trab ist der Hals so gestreckt, dass der Kopf leicht vorgelagert getragen wird. Fehler: Hals zu kurz und dick, zu lang.

Brustkorb:
Tief und kräftig, aber nicht zu breit; der tiefste Punkte liegt unmittelbar hinter und auf gleicher Höhe mit den Ellenbogen. Die Rippen sind gleich am Ansatz an der Wirbelsäule gut gewölbt, an den Seiten aber flacher, um einen freien Bewegungsablauf zu erlauben. Fehler: Brust zu breit; tonniger Brustkorb; Rippen zu flach oder schwach.

Rücken:
Gerade und kräftig, mit von den Schulterblättern zur Kruppe waagerecht verlaufender oberen Linie. Er ist von mittlerer Länge, weder verhältnismäßig kurz noch nachgebend wegen übermäßiger Länge. Die Lende ist straff und trocken bemuskelt, schmaler als der Rippenkorb und leicht gewölbt. Kruppe abfallend, doch niemals so steil, dass das Abfußen der Hinterläufe beeinträchtigt wird.
Fehler: Matter oder nachgebender Rücken; gewölbter Rücken; abfallende obere Linie.

Rute:
Die gut behaarte Rute in Form einer Fuchslunte ist eben unterhalb der oberen Linie angesetzt und wird, wenn der Hund aufmerksam ist, üblicherweise in einem eleganten, sichelförmigen Bogen über den Rücken getragen. Dabei soll sich die Rute weder an der einen noch an der anderen Seite des Körpers ringeln, auch soll sie nicht flach auf den Rücken gedrückt werden. Eine hängende Rute ist normal, wenn der Hund ruhig und gelassen steht. Das Haar an der Rute ist mittellang und rundum annähernd gleich lang, wodurch die Rute wie eine runde Bürste aussieht. Fehler: Angedrückte oder enggeringelte Rute; sehr buschige Rute; Rute zu tief oder zu hoch angesetzt.
Vorderhand:

Schulter:
Das Schulterblatt gut zurückliegend. Der Oberarm ist vom Schultergelenk zum Ellenbogen etwas nach hinten gerichtet und nie senkrecht zum Boden. Die Muskeln und Bänder, die die Schulterblätter am Rippenkorb halten, sind straff und gut entwickelt.Fehler: Steile Schultern; lose Schultern.

Vorderläufe:
Von vorne betrachtet, stehen die Läufe in mäßigem Abstand auseinander, parallel und gerade, wobei die Ellenbogen eng am Körper anliegen, weder ein- noch ausgedreht. Von der Seite betrachtet, sind die Vordermittelfüße etwas nach vorne gerichtet; die Vorderfußwurzelgelenke sind kräftig, aber biegsam. Die Knochen sind substanzvoll, aber nie schwer.
Die Länge der Läufe vom Ellenbogen bis zum Boden ist etwas größer als der Abstand vom Ellenbogen zum Schulterblattkamm. Afterkrallen an den Vorderläufen können entfernt sein. ( Anmerkung : Wir geben hier den offiziellen Rassestandart wieder; Das wir solcherart vorgehen für tierquälerichen Unsinn halten, versteht sich von selbst. ) Fehler: Schwache Vordermittelfüße; zu schwere Knochen; zu enger oder zu weiter Stand; ausgedrehte Ellenbogen.

Pfoten:
Oval, aber nicht lang, von mittlerer Größe, kompakt und gut behaart zwischen den Zehen und Ballen. Die Ballen sind widerstandsfähig und dick gepolstert. Bei natürlichem Stand zeigen die Pfoten weder nach innen noch nach außen.
Fehler: Nachgebende oder gespreizte Zehen; Pfoten zu groß und plump, zu klein und zart; zeheneng oder zehenweit.

Hinterhand:
Von hinten betrachtet stehen die Läufe in mäßigem Abstand auseinander und parallel. Die Oberschenkel sind gut bemuskelt und kraftvoll, die Knie gut gewinkelt, die Sprunggelenke zeichnen sich gut ab und sind bodennah plaziert. Afterkrallen,
falls vorhanden, sollen entfernt sein. ( Anmerkung : Wir geben hier den offiziellen Rassestandart wieder; Das wir solcherart vorgehen für tierquälerichen Unsinn halten, versteht sich von selbst. )
Fehler: Gestrecktes Knie, kuhhessig, zu enger oder zu weiter Stand.

Haarkleid:
Das Haarkleid des Siberian Husky ist doppelt und mittellang, hat ein schönes, pelzartiges Aussehen, ist aber niemals so lang, dass es die klaren Außenlinien des Hundes verdeckt. Die Unterwolle ist weich und dicht und von genügender Länge, um das Deckhaar zu stützen. Die längeren, steifen Haare des Deckhaares sind gerade und etwas anliegend, nie harsch und nicht gerade abstehend vom Körper. Es sollte beachtet werden, dass das Fehlen der Unterwolle während des Haarwechsels normal ist. Das Kürzen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den Zehen und um die Pfoten herum ist erlaubt, um ein gepflegtes Äußeres zu betonen. Das Trimmen desHaarkleides an jeder anderen Stelle ist nicht verzeihlich und sollte streng bestraft werden.
Fehler: Langes, rauhes oder struppiges Haarkleid; zu harsche oder zu seidige Textur; getrimmtes Haarkleid,
außer an den erlaubten Stellen.

Farbe:
Alle Farben von schwarz bis rein weiß sind erlaubt. Eine Vielfalt von Zeichnungen am Kopf ist üblich, einschließlich mancher auffallender Muster, die bei anderen Rassen nicht zu finden sind.

Gangart:
Sie ist schwungvoll und scheinbar mühelos. Der Siberian Husky ist flink und leichtfüßig. Im Ausstellungsring sollte er an einer locker hängenden Leine in einem mäßig schnellen Trab vorgestellt werden, dabei guten Vortritt und Schub zeigend. Der sich im Schritt bewegende Siberian Husky, von vorne nach hinten betrachtet, zeigt keinen bodenengen Gang; doch wenn er schneller läuft, tendieren die Läufe nach und nach zur Mitte hin, bis die Pfoten auf eine Linie gesetzt werden, die genau unter der Längsachse des Körpers verläuft. Wenn die Abdrücke der Pfoten sich decken, bewegen sich die Vorder- und Hinterläufe geradeaus gerichtet, ohne dass die Ellenbogen oder Kniegelenke weder ein- noch ausdrehen. Die Läufe bewegen sich parallel. Während der Bewegung bleibt die obere Linie straff und gerade. Fehler: Kurze, tänzelnde, unruhige, schwerfällige oder rollende Gangart, kreuzend oder schräg laufend.

Temperament:
Das charakteristische Temperament des Siberian Husky ist freundlich, sanftmütig, aufmerksam und kontaktfreudig. Er zeigt nicht die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes, noch ist er allzu misstrauisch gegenüber Fremden oder aggressiv gegenüber anderen Hunden. Von einem erwachsenen Hund darf ein gewisses Maß an Zurückhaltung und Würde erwartet werden. Seine Intelligenz, Lenkbarkeit und sein Eifer machen ihn zum angenehmen Gefährten und willigen Arbeiter.

Zusammenfassung:
Die wichtigsten Rassemerkmale des Siberian Husky sind mittlere Größe, angemessene Knochenstärke, harmonische Proportionen, leichte und freie Bewegungen, richtiges Haarkleid, ansprechender Kopf und ansprechende Ohren, korrekte Rute und gute Wesensart.
Bestraft werden sollten schwere Knochen, übermäßiges Gewicht, gebundene oder schwerfällige Gangart, langes, rauhes Haarkleid.
Ein Siberian Husky sollte nie so schwer oder grob erscheinen wie ein Zughund, aber auch nicht so leicht und zart wie ein Rennhund.

Rüden und Hündinnen sollen erkennen lassen, dass sie zu großer Ausdauer fähig sind. Außer den oben erwähnten Fehlern sind morphologische Fehler, die alle Rassen gemeinsam haben, beim Siberian Husky ebenso unerwünscht, wie bei jeder anderen Rasse, auch wenn sie hier nicht besonders erwähnt sind.
Ausschließender Fehler: Rüden über 59,69 cm und Hündinnen über 55,88 cm.

Die ersten 2 Wochen
Angeborenes Verhaltensinventar von erster Lebensminute an. Strampeln, Maulöffnen, Rufen, Kriechen, Suchpendeln, Fellbohren, Milchtritt, Abstemmen, Lecksaugen, Geruchsprägung an Zitzen; keine sozialen Kontakte, kein Umweltbezug, kein Lernen, dem Mensch bleibt nur das Sorgen für die Mutter und die nötige Sauberkeit.

3. Woche Übergangsphase
Zunehmende Riechleistung, Augen und Ohren öffnen sich, Seh- und Hörfähigkeit beginnt, erste Umweltbezüge, erstes Kennenlernen von Mutter und Geschwistern, Kriechlaufen, für den Menschen gilt selbiges wie in den ersten 2 Wochen.

4. bis 7. Woche Prägungssphase
Reifen der arteigenen Bewegungs- und Ausdrucksweisen; volle Sinnesleistung. Erste Milchzähne, erste spezielle feste Welpennahrung als Zusatzfutter, Neugierde und Lerntrieb, angeborene Lernbegabung; Beißspiele, Kampfspiele, Bewegunsspiele. Erste Eingliederung in die Gemeinschaft erfolgt über die Prägung. Erste Bindung an den Menschen. Hier braucht das Tier beständig aber unaufdringlich Zuwendung und Aufmerksamkeit. Erste kleine Spaziergänge. Wir beginnen mit Runden durch die Wohnung und ums Haus. Wenige Minuten täglich reichen. Danach Ausweitung in konzentrischen Kreisen um den Wohnort herum. Dies wird später kontinuierlich erweitert und fortgesetzt. So finden später evtl. Ausreisser immer den Weg zurück. Langsames Entwöhnen und Einstellung auf spezielle Welpennahrung. Erste vorsichtige Vitamin und Zusatzstoffgaben.

8. bis 12. Woche Sozialisierungsphase
Weitere Entwicklung des Sozialverhaltens im Spiel, häufigere Spiele des Nahrungserwerbs und erste Meutespiele, sexuelle Spiele. Hundeeltern erziehen die Welpen. Erkunden der weiteren Umgebung, geringere Heimbindung. Vorsichtiger Beginn des ersten Grundtrainings. Immer in Begleitung eines Muttertieres oder Geschwisters. Nur einfachste Grundkommandos. Sitzt, Fuß, Stop, Los. Wer ab jetzt alles richtig macht, legt die Grundlage für einen gehorsamen und gutausgebildeten Hund. Die Geschichte vom Husky der nur an der Leine gehen kann ist eine Legende.

Wichtig:
Keinerlei Bestrafungen, auch die nächsten Wochen nicht. Lob, Streicheln, Aufgeregtes Loben, erste Leckerlies. Rangfolge im Rudel beachten. In der zwölften Woche erste kurze Ausflüge mit den Hund alleine. Nur 5 Minuten, nie mehr. Erste Verbote, strikteres Achten auf Sauberkeit. Aufbau der “Mensch-Hunde-Meute”, sonst bleibt der Hund mehr an die Hundekontakte gebunden: Mensch als disziplinierter Meute- und Eltern-Kumpan. Jetzt beginnt auch die striktere Achtung auf Nutzung der eigenen Näpfe und des eigenen Platzes. Welpengruppe ist ratsam.

13. bis 16. Woche
Die Regeln der 8 bis zwölften Woche gelten fort. Bei Regelverstößen erste leichte Bestrafung.
Beginn des Wechsellobes: Mal Leckerlies, mal nur loben. Rangordnungsphase und Loslösungsphase. Am Ende 4. spätestens 5. Monats sollte der Hund stubenrein sein und strikt auf einfache Kommandos reagieren. Nicht die Geduld verlieren, Lausbubenalter ! Vorsicht bei Freilaufübungen, der Schlingel büxt jetzt besonders gerne aus. Austragen von Rangordnungskämpfen untereinander. Der Rudelführer wird immer klarer festgelegt. Ausweitung der Trainingseinheiten auf max. 20 Min täglich, ggfl. aufgeteilt in Portionen. Üben Sie mit Ihrem Hund wenn er aufmerksam ist. Vergewiessern Sie sich das er sich auf Sie fixiert. Arbeiten Sie mit Ihrer Stimme und übertriebener Gestik.

Erste komplizierte Kommandos:
Sitz, Platz, Steh.

Vorführen der Reaktion anderer Hund aus schwierige Kommandos wie z.B. Mush. Langsames abbauen des kindlichen Freiraumes wie z.B. schlafen im Bett.

5. bis 6. Monat Vorpubertätsphase
Neigung zur Selbständigkeit, oft Erziehungsschwierigkeiten. Bildung fester Partnerbindungen. Ab hier muss und kann ggfl. auch mit Bestrafung bei Fehlverhalten gearbeitet werden. Werden Sie laut! Reagieren Sie zornig.
ABER :
Überschreiten Sie nie die Grenze des Vertrauensbruches. Hier ist viel Gefühl und Einfühlungsvermögen gefragt. Ausweitung der Spaziergänge mit dem Rudel und Geschwistern. Viel Kontakt mit anderen Menschen und Hunden.

Wichtig:
Achten Sie auf die Grenzen Ihres Hundes: Legt er sich hin, tragen Sie Ihn ggfl. nach Hause. Gilt auch für die vorhergehende Abschnitte. Übertreiben Sie es nicht: Ihr Hund ist im Wachstum die Knochen sind weich und spröde. Überlastung schadet dem Tier die nächsten 12 bis 4 Monate noch erheblich. Vermehrte Gaben von Ausfbaustoffen wie Kalzium und Vitaminen. Langsamer Beginn der Umstellung auf Normalkost sprich Premiumfutter. Beginn der endgültigen Grundausbildung. Alle Kommandos müssen jetzt nach und nach perfekt sitzen.

GEDULD:
Bis es immer klappt vergeht noch über 1 Jahr. Langsame Gewöhnung ans alleine sein und die Transportbox.

7. bis ca. 12. Monat Pupertätsphase; weiteres
Dauer ist rasseabhängig; mit erster Läufigkeit der Hündin ist die Phase abgeschlossen. Beinheben beim Rüden, Deckfähigkeit setzt ein. Ende der endgültigen Grundausbildung. Beginn des Lauftrainings.

Vorsicht:
Der Hund ist noch nicht ausgewachsen. Leichte kontinuierliche Steigerung. Abschluß der Nahrungsumstellung. Leichtes Fahrradtraining, weitere Kommandos. Diese müssen jetzt spontaner befolgt werden. Erziehung des Hundes zur Arbeit und Leistung. Vertiefung des Erlernten. Geduld, Geduld, Geduld. Mitnahme auf erste Veranstaltungen. Beginn des Hochleistungstraining keinesfalls vor Ende des zweiten Lebensjahres. (Knochenaufbau).

Die sibirischen Huskys wurden ursprünglich von den Chuckchi oder Chuchi-Nomaden, einem Eskimovolk Ostsibiriens als Schlitten – und Wachhunde zum Hüten der Rentierherden gezüchtet. Die Rasselinie lässt sich ca. 3.000 Jahre zurückverfolgen. Sie waren ausgezeichnete Gebrauchshunde unter den schwierigen Bedingungen Sibiriens.
Um 1909 in Alaska an dem “All Alaska Sweepstake”-Rennen teilzunehmen, hatte der russische Pelzhändler Goosak diese Hunde aus Sibirien mitgebracht. Im Verhältnis zu den einheimischen Schlittenhunden in Alaska wirkten die Siberian Huskies klein und forderten den Spott der Bewohner heraus, die sie als “sibirische Ratte” bezeichneten. Goosaks Gespann belegte wieder Erwarten den dritten Rang. Damit begann der Siegeszug dieser verhältnismäßig zierlichen, robusten Hunde.
lm Jahre 1910 krönte John Johnson das Image dieser Rasse, aIs er den Rekord bei den Sweepstakes aufstellte, der erst wieder 1983 gebrochen werden konnte!
Mit Siegen in den Rennen von 1915, 1916, und 1917 setzte Leonard Seppala den Triumphzug des Siberian Husky fort, und “gründete” eine eigene Zuchtlinie, die Seppalas.
Als in den 50er und 60er Jahren in Nordamerika die Siberian Husky-Zucht aufblühte, wurden auch die ersten Hunde nach Europa importiert. Bei der Suche nach artgerechten Aufgaben lag die Verwendung in Schlittenhunderennen nach amerikanischem Vorbild nahe. Innerhalb kurzer Zeit wurden Schlittenhunderennen zu einem beliebten Sport.
Die Zahl der Siberian Huskies stieg in diesem Zusammenhang sprunghaft an. Leider damit auch die Zahl der züchterischen “Verbesserungen” die das ursprüngliche Wesen und Aussehen des Siberian Husky “optimieren” sollten.

Wenn Sie mit dem Schlittenhundesport beginnen möchten haben Sie das aller grösste aller Probleme gleich am Anfang! Ein Hundeteam aufzubauen das harmonisch zusammen arbeitet, das so trainiert ist das Sie es nicht unterwegs verlieren und vor allem sich und die Hunde nicht umbringen. Sie haben sich für eine der schwierigsten Aufgaben im Sport überhaupt entschieden.

Die Frage die Sie sich nun beantworten müssen ist: Wie möchte ich es angehen? Will ich schnelle Erfolge, koste es was es wolle, oder sind ist Ihnen eine seriöse, gründliche Arbeit mit Hunden wichtiger ? Lassen Sie sich nicht entmutigen, aber machen Sie sich auch keine Illusionen: Sie starten ein Projekt das mehrere Jahre oder Jahrzehnte dauern wird, und Sie Unmengen an Zeit, Nerven, Geld und Arbeit kosten wird.

Und niemand ist der geborene Hundetrainer oder Musher. Auch Sie müssen Erfahrungen sammeln, Rückschlage hinnehmen und mit Enttäuschungen fertig werden. Sie können natürlich auch einfach ein Weltklasseteam für eine Wahnsinnsumme – von einem den wir einen Killer nennen würden- zusammenkaufen und einfach auf Teufel komm raus los fahren um Ruhm zu ernten.

Wie es derzeit bei der jüngeren Mushergeneration gerade auch hier in Schweden Mode zu seien scheint. Aber ist es das was Sie wollen?? Hunde als Sportgerärt um Ihren Ehrgeiz zu befriedigen ?? Denken Sie noch einmal darüber nach was Ihnen wichtig ist. Wenn Sie schnelle Erfolge wollen, brauchen Sie hier erst gar nicht weiterzulesen.

Wenden Sie sich an einen der bekannten Iditarod Gewinner der letzten Jahre, kaufen für 50.000 Euro ein Team und für nochmals 50.000 Euro Equipment und fahren Sie los. Viel Spaß….

Das andere Extrem ist natürlich ebenso dumm weil es nicht funktionieren kann: Sich einfach ein paar Hunde von nächsten Tierheim zu besorgen und sich zu sagen: Die kriege ich schon hin. Nicht jeder “Schlittenhund” will und kann arbeiten. Und eine Ansammlung von Problemhunden ist kaum zu handeln, selbst wenn Sie lange Erfahrung haben.

Es ist hart das zu sagen aber viele dieser Tiere sind so verhaltensgestört das man die Hoffnung Sie in ein Rudel, geschweige den in ein arbeitendes und funktionierenden Team zu integrieren, einfach aussichtslos ist. Das einzigste was Sie erreichen sind verletzte und tote Hunde und Riesenkosten für den Tierarzt. Ebenso sollten Sie keine Hunde vom erstbesten Musher erwerben der Ihnen was vom Hundehimmel aus Erden erzählt. Wenn dem so ist, warum verkauft er diese tollen Hunde dann ??

Auch im Schlittenhundesport sind viele, zu viele geldgeile Leute unterwegs die nur auf einen Rookie (Anfänger) warten dem Sie das Fell über die Ohren ziehen können. Und es könen sich darunter durchaus “berühmte ” Namen befinden. Wer fragt schon genauer nach ?? Menschen lassen sich nun einmal leicht von tollem Schein blenden. Die Wahrheit sieht oft ganz anders aus…. .

Dazu ein Tip: Besuchen Sie den Züchter / Musher Ihrer Wahl doch mal unangemeldet und am besten zu einem Zeitpunkt der als unhöflicht gilt und ausserhalb der Saison. Ein Besuch im Hochsommer abends um 20.00 Uhr oder morgens um 7.00 kann überraschende Erkenntnisse bringen. Wir jedenfalls haben so manches sehen dürfen was sonst wohl hinter wohlfeilen Fassaden und grossen Züchter und Ethikpreisen gut versteckt wird. Ein seriöser Züchter/Musher wird Sich ob eines solchen Besuches zwar kaum in Sie verlieben, aber wenn Sie Ihre Motivation erklären, Ihnen zustimmen. Schlieslich muss auch er daran interessiert sein seinen “Berufsstand” sauber zu halten oder nicht ?? Werden Sie dagegen eilig und wohlmöglich mit Drohungen u.a. mit Anwälten des Hofes verwiesen nun ja, dann sollten Sie Ihre eigenen Schlüsse ziehen.

Was Sie ebenfalls bedenken sollten: Vergessen Sie Jack London und was Sie sonst so an romantischer Literatur gelesen haben. Hunde müssen weder groß noch kräftig aussehen, oft ist das Gegenteil der Fall. Das Verhältnis von Zugkraft, Ausdauer und Nahrungsbedarf stimmt bei großen Hunden meist vorne und hinten nicht. Und bedenken Sie auch etwas was Ihnen jetzt vielleicht profan vorkommt: Hundefutter. Hundefutter ist extrem teuer. Je besser desto teurer: 20 Hunde a 1 KG Hochernergiefutter pro Tag macht 30 X 20 Kg = 600 Kg pro Monat = 7,2 Tonnen im Jahr. Bei einen Preis von ca. 450 SEK pro 20 KG macht das………….. ca. 170.000 Kronen oder 17.000 Euro. Pro Jahr. Überlegen Sie sich also genau was Sie tun.

Und der allerwichtigste Punkt: Harmonie und Ruhe werden Sie , bei dem Stress das 10 bis 20 Tiere sowieso schon genug erzeugen, (dabei sind Hunde sehr sehr harmonische Wesen, 20 Menschen auf einem Haufen gibt meist sehr sehr schnell Tote wenn Sie sich nicht aus dem Weg gehen können, Hunde sind da wirklich m humaner) im Laufe der Zeit hoch und höher einschätzen. Belasten Sie sich also nicht schon am Anfang mit Problemen die Ihnen am Ende die Freude an den Tieren und am fahren gründlich verderben könnte.

Versuchen Sie sich wie ein vorsichtiger und intelligenter Schachspieler zu benehmen: Einen Schritt nach dem anderen und immer 20 Züge im Voraus denken.

Nach alle dem nun die Frage: Wie GENAU sollten Sie anfangen? Nun als erstes sollten Sie alles lesen was Sie in die Finger bekommen können. Von traditioneller Literatur bis hin zu alternativen Methoden. Erlebnisberichte, Internetseiten, Zuchtbücher einfach alles was Sie bekommen können. Wägen Sie die Informationen gegeneinander ab.

Bilden Sie sich Ihre Meinung und treffen Sie Ihre eigenen Entscheidungen. Aber: Es wird der Punkt kommen an dem Sie nicht mehr weiter wissen. Sie werden also, mehr oder weniger, jemand vertrauen müssen der Ihnen am Anfang hilft. Denn viele Musher sind sehr eigen und gehen von komischen Regeln beim Verkauf Ihrer guten Hunde oder Welpen aus: Man verkauft nicht an Anfänger, weil man Ja nicht weis ob die Ruhm und die Ehre bzw. den Ruf den man hat vom Rookie weitergeführt wird. Viele sind daran interessiert dass Ihre Hunde in den großen Rennen laufen und so den ” Erfolg” Ihrer Zuchtlinie bestätigen. Man wind Ihnen also kaum oder nur zögerlich weiterhelfen.

Und man wird versuchen Ihnen die jeweils “schlechtesten” Hunde zu verkaufen. Hier müssen Sie also durch Ihre Persönlichkeit und Ihre Ideen und Vorstellungen überzeugen. Dann kann es sehr hilfreich sein einige Jahre als Doghandler bei verschiedenen Mushern oder Züchtern zu arbeiten. Doghandler werden immer und überall, gerade in den nordischen Ländern, gesucht.

Aber auch hier sollten Sie ein Auge auf den Musher und den Kennel haben: Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse sind oft noch an der Tagesordung. Und Sie machen sich wenn Sie kein Geld nehmen schnell selbst des Sozialversicherungsbetruges schuldig. Der Job ist zudem hart und dreckig, die Arbeitstage lang und das Klima meist kalt und oft auch nass.

Aber : Praxis ist die beste Ausbildung die Sie bekommen können. Desto mehr desto besser. Nochmals: Natürlich können Sie sich auch eine komplette Mannschaft kaufen, wenn Sie soviel Geld haben. Aber wollen Sie das?? Zudem ist es oft viel schwieriger ein Team zu führen das ein anderer Ausgebildet hat. Die Hunde sind nicht auf Sie geprägt ect. ect. pp. Und Sie als Anfänger haben wohl in den seltensten Fällen das KnowHow ein solches Team zu führen.

So nun haben wir lang und breit dargelegt wie es nach unserer Meinung nicht oder nicht so gut geht. Versuchen Sie es doch einmal so: Fragen Sie den Züchter Ihrer Wahl, ob er eine ältere Hündin oder ein paar Welpen abzugeben hat erklären Sie ihm das Sie weiterzüchten möchten und das Sie seine Hilfe benötigen.

Räumen Sie Ihm im Zweifelsfall das Recht ein die Welpen die er für am aussichtsreichsten aus Ihrem ersten Wurf hält umsonst oder zu einem niedrigen Preis zurück zu erwerben. Auf diesem Wege kommen Sie, mit seiner Unterstützung zu Ihrem ersten kleinen Team.

Aber nochmals unsere Warnung: Ein Hund wird 15 Jahre alt. Und ab 5 bis 10 Hunden sind im Laufe der Jahre schnell die Kosten eines Eigenheimes oder eines schönen Mercedes ausgegeben. Überlegen Sie also gut was Sie tun. Also denken Sie besser zweimal nach.

Bedenken Sie auch: Selbst wenn Sie alles was Sie finden konnten gelesen haben: Sie haben sehr wenig praktische Erfahrung. Alleine diese Tatsache wird Sie viele Fehler machen lassen. Und Fehler werden, wie überall sonst auch schnell sehr teuer. Und Sie arbeiten mit Tieren. Das heißt Ihre Fehler werden 15 Jahre alt….

So soviel zu diesen Aspekten. Nun zum Training.

Welpen Training – Nun wenn Sie bis hierher gekommen sind, dann sind Sie eines glücklichen Tages Besitzer eines Wurfes junger Welpen. Wie sollen Sie nun weitermachen um aus den süssen Kleinen ein Team arbeitswiller, fähiger Hunde zu bekommen?? Nun zum Glück ist dieser Teil nicht allzu schwierig, birgt aber immer noch genug Fallstricke für den Anfänger. Eine gute Grundlage auch und gerade für die notwendige Sozialisierung sind Welpentreffs mit anderen Hunden, Welpenkurse bei anerkannten Kapazitäten oder Vereinen.

Wenn Sie gute Kontakt zu einem Züchter oder Musher haben, vereinfacht dies die Dinge natürlich enorm. Eines ist absolut essentiell: Die Prägephase bei Welpen dauert von ca. der achten bis zur ca. 14 Woche. Was Sie hier an Grundlagen legen bzw. dem Hund an “Macken” beibringen ist nur sehr, sehr schwer wieder zu korrigieren. Legen Sie bereits hier die Grundlagen für einen verträglichen gut sozialisierten Hund, dann ist vieles später relativ einfach.

Aber binden Sie dem Fratz jetzt bloss kein Geschirr um. Dafür ist es jetzt noch viel zu früh. Gute Hinweise und einige Hilfen zum Thema Grundausbildung finden Sie an dieser Stelle. Die meisten Welpen bzw. Junghunde wollen arbeiten und sind sehr lernbegierig. Sie müssen Ihnen nur vermitteln das das ziehen und arbeitet etwas Positives ist. Das ist das Allerwichtigste: Die Hunde müssen Spaß an der Arbeit haben. Ist dies nicht der Fall, wird ab einem bestimmten Punkt Ihre Mühe vergebens sein. Der Spaß an der Arbeit, am Ziehen ist eine natürliche Veranlagung der nordischen Rassen. Die Hunde folgen lediglich Ihren Instinkten. Alzuviel bleibt für Sie da nicht zu tun.

Einen generellen Fehler allerdings dürfen Sie nie machen: Versuchen Sie um Himmels willen nicht junge untrainierte Hunde in einer schon austrainierten, laufenden Mannschaft auszubilden. Sie werden in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe erleben. Zum Vergleich: Wenn Sie als Anfänger versuchen an Ihrem ersten Trainingstag einen Marathon zu absolvieren und dabei von 2 austrainierten Läufern “geschleppt ” werden, werden Sie anschließend, von körperlichen Verletzungen einmal abgesehen, garantiert keinen Spaß mehr an der Sache habe, einfach weil es nur eine Riesenquälerei war. Genauso würde es den Kleinen ergehen.

Jetzt propagieren zwar immer noch einige Herrschaften, auch Weltmeister und Iditarod Gewinner, die Auslese der härtesten und besten schon an diesem Punkt. Das heisst für diese “Musher”: Wer nicht spätestens im dritten Anlauf kapiert um was es geht ist ungeeignet und wird gekillt. Man verkauft das als Ersatz der natürlichen Selektion.

Aber die Wissenschaft ist da schon viel weiter: Es gibt genau wie beim Menschen auch bei Hunden Spätentwickler. Deren Talent kann sich erst im Alter von Jahren zeigen. Vom ethischen Aspekt mal ganz abgesehen. Wir sollten nun doch schon wirklich etwas weiter sein als der Neandertaler. Und wenn ein Tier oder auch zwei mal absolut kein Talent zeigen ist das auch nicht schlimm, oder ?

Wenn Ihre Welpen bzw. Junghunde im Alter von 6 bis 8 Monaten Ihre Grundausbildung in den grundlegenden Kommandos absolviert haben und dies gut beherrschen können Sie mit dem eigentlichen Schlittenhundetraining beginnen. Was während dieser Grundausbildung so alles passiert und wie man es macht zeigt Ansatz- und aussrissweise auch dieser Artikel von mir.

Wählen Sie dazu ein passendes X-Back Geschirr, am besten ein gut gepolstertes Modell aus. Zunächst wird dieses dem Hund nur zum Spazieren gehen oder Joggen angelegt. Denken Sie daran : Auch wenn Ihr Hund bereits erwachsen aussieht, Knochen, Muskeln und Sehnen sind noch im Wachstum und dürfen weder überlastet werden,  noch verkümmern. Deshalb ist hier sehr viel Augenmaß vonnöten.

Wenn es soweit ist das Ihr Hund jedes Mal wenn er das Geschirr sieht freudig angelaufen kommt können Sie zum nächsten Schritt übergehen. Besorgen Sie sich eine alte Skidoo Matte und schneiden davon ein Stück von ca. 80 cm Länge ab. Daran befestigen Sie an den vorderen Ecken zwei stabile, abriebfeste Seile. Davor kommt ein kleiner Ruckdämpfer und wiederum davor ein ca. 2 Meter langes Stück Seil mit einem Karabinerhaken.

Diese Konstruktion hat den Vorteil das Sie nicht schwer ist und vor allen bei Hindernissen und Buckeln auf den Weg nicht springt und somit Ihren Junghund irritieren kann. Autoreifen und ähnliches sind zu schwer und hoppeln wie wild in der Gegend herum. Auch pendeln Sie hin und her und halten nicht “Spur” . All dies muss nicht sein und erschwert Ihnen nur das Training. Ferner sind solche Reifengeschichten auch nicht ungefährlich : Ruckzuck nehmen diese Dinge an einem Hang aufgrund Ihrer Form und Ihres Gewichts Geschwindigkeit auf und überholen Ihren Hund der dann leicht mal völlig überrascht umgerissen oder völlig irritiert wird.

So etwas muss nicht sein und kann gerade einen jungen und sensiblen Hund so erschrecken dass er jedes Mal Angst bekommt wenn er eingespannt wird. Nachdem Sie also Ihr Equipment vorbereitet haben suchen sie sich eine möglichst lange, gerade Strecke aus und gehen mit Ihrem Hund das erste Zugtraining an.

Dazu nehmen Sie einen Bauchgürtel und befestigen Ihn mit einer etwas längeren Leine an der Sie ebenfalls einen kleinen Ruckdämpfer eingearbeitet haben, ( ca. 5 Meter ) am X-back. Danach hängen Sie zusätzlich den “Schlitten” an . Höchstwahrscheinlich wird Ihr Hund auf das Kommando : OK, Go on jetzt schön einfach loslaufen.

Wichtig ist nun das Sie Ihn keinesfalls zu sehr bremsen sondern Ihm möglichst laufen lassen und HINTER Ihm mitjoggen. Sorgen Sie dafür das möglichst wenig Zug auf der Führleine liegt und der Hund das Gewicht der zugeschnittenen Skottermatte spürt. Versuchen Sie Ihm gleich zu vermitteln das jetzt nicht die Zeit zum stehen bleiben und herumschnuppern ist ,sondern das er bei Gewicht an seinem X-back laufen soll. Er wird das meist gerne tun, wenn Sie den Eindruck vermitteln das ganze sei auch für Sie ein Riesenspaß. Schaut er gelegentlich mal nach hinten oder wirkt sonst irritiert, versuchen Sie dies zu ignorieren und tun Sie einfach so als wäre das völlig normal.

Keinesfalls dürfen Sie folgende Fehler machen : Den Hund überholen, stehen bleiben ohne entsprechendes Kommando, den Hund ausschimpfen weil er nicht loslauft oder Irritiert nach Hinten schaut oder sonst wie enttäuscht reagieren wenn es nicht so funktioniert wie hier beschrieben.

Ignorieren Sie alles was der Hund falsch macht und vermitteln Sie ihm das dies ein Riesenspaß ist. Loben sie Ihn für jeden Schritt vorwärts. Gibt es ein Riesendurcheinander wegen der zwei Leinen oder anderem, stoppen Sie Ihren Hund mit dem richtigen Kommando und beginnen Sie von vorne.

Vergessen Sie nicht : Die Aufmerksamkeitsspanne Ihres Tieres ist wesentlich kürzer als Ihre eigene . Brechen Sie im Zweifelsfalle ab und versuchen es am nächsten Tag nochmals. Wenn diese Übung einwandfrei funktioniert und Ihr Hund brav einige Kilometer geradeaus trappt ohne sich von dem Stück Matte irritieren zu lassen, dann sind Sie ein sehr großen Schritt in Ihrem Training vorangekommen.

Fortsetzung folgt.

Der Siberian Husky ist freundlich, sanft und aufgeschlossen aber auch äußerst sturköpfig. Aggressives Verhalten dem Menschen, auch völlig Fremden gegenüber ist Ihm wesensfremd.

Sollte jemals bei Ihnen eingebrochen werden: Seien Sie versichert Ihr Hund wird den Dieben beim Wegschleppen Ihrer Einrichtung mit Freude helfen. Als Wach- oder Schutzhund ist er also völlig ungeeignet. Siberian Huskys sind sehr selbständige, selbstbewusste und stolze Hunde mit eigenem Kopf. Freiheitsliebe und Neugier sowie ein ausgeprägter Jagdtrieb zählen, nebst Ihrer schier unglaublichen Ausdauer und Leidensfähigkeit zu den hervorstechensten Merkmalen.

Seinem enormen Bewegungsdrang bringt es mit sich das man ständig auf Trab gehalten wird. 4 bis 5 Stunden ausserhalb der Wohnung oder des Freilaufes bei einem Kilometerpensum von um die 25 Kilometern sind für einen erwachsenen Hund völlig normal und nichts ungewöhliches.

Der ideale Begleiter also für Ausdauersportler. Seine Intelligenz und Aufmerksamkeit, seine zugängliche Art und sein Eifer machen ihn zu einem angenehmen Freund und willigen Arbeiter. Noch sehr ursprünglich, natürlich, schön und vor allem gesund, das sind die weiteren Attribute des Siberian Husky.

Die in über 3000 Jahren Zucht im östlichen Sibirien hervorgebrachten Eigenschaften sind so orientiert, dass diese Hunde unter härtesten Bedingungen arbeiten und leben bzw. überleben können. Nur kerngesunde und extrem widerstandsfähige Hunde halten dies bis ins hohe Alter durch.

Genügsamkeit wozu auch ein ein hochoptimierter Stoffwechsel zur bestmöglichen Ausnutzung des vorhandenen Nahrung zählt gehören zwingend dazu. Sein ausgeprägtes Sozialverhalten innerhalb des Rudels zudem ja auch der Mensch zählt, sind eine weitere schöne Eigenschaft.

beherrschen sollte :

Die hier aufgeführten Kommandos sollte nach meiner Meinung jeder gut ausgebildete Schlittenhund beherrschen. Ich habe mich bewusst gegen die üblich Kommandos entschieden. Die Musherlegende Hunde könnten rechts und links nicht unterscheiden haben wir jedenfalls klar wiederlegt. Meine Kommandos funktionieren. Das zählt für mich. Auserdem ist es dem Hund egal was man sagt solange er es mit gewünschtem Verhalten verknüpfen kann. Man könnte genauso gut Quarkpudding für rechts und Feuerwehrauto für links verwenden. Das “coole” Geee Gebrülle das man von hier bis nach Alaska hört finden ich jedenfalls lächerlich.

* Sitzt ! –> Geste: Erhobener Zeigefinger vor der Brust
* Platz ! –> Geste: Flache Hand geht von oben nach unten und verharrt dort.
* Hier ! –> Geste: Erhobener rechter Arm.
* Fuss. –> Geste: Waagerecht abgespreizte flache Hand bei bei hängendem rechtem Arm. (Bei mehreren Hunden auch links)
* Rechts –> Geste: Arm in Schulterhöhe nach rechts
* Links –> Geste: Arm in Schulterhöhe nach links
* Straight away (geradeaus weiterlaufen) –> Geste: keine
* Zurück (wenden auf Trail direktes zurücklaufen an der Hauptleine bis Zug am Seil, Hunde halten Ihren Platz) –> Geste: Kreisende rechte Hand in Schulterhöhe
* Turn around wenden auf Trail im Kreis) –> Geste : Keine
* Sloowww –> Langsam (gedehnt gesprochen, langsam weiterziehen) –> Geste: keine
* Muuuussssh go on ! (laut) Schnellstmöglicher Sprint. Gefahr ! –> Geste: keine
* OK go on ! Losfahren –> Geste: keine
* On the Way ! (Ermahnung bei Ansätzen zu Jagdverhalten: Vögel, Rentiere auf dem Trail) –> Geste: Arm in Schulterhöhe geradeaus
* Stop! –> Geste: Keine
* Fiiinnnd a way langgezogen wie ein Wort gesprochen, nur an Longleine) Einen Trail finden –> Geste: Keine
* Warten! ( Pause ohne auszuschieren, Hunde legen sich hin ) –> Geste: Keine
* Pfote (Heben der jeweiligen Pfote; Booten; Pfotenkontrolle bei Stops –> Geste: Offene Hand vor oder hinter der jeweiligen Pfote
* Nein! (Laut) Absolutes Verbot egal was der Hund gerade tut –> Geste: keine
* Jump! (Springen von oder über ein Hinderniss) –> Geste: Arm mit ausgestreckter flacher Hand geradeaus
* Hopp (Springen mit den Vorderläufen an die Brust; stehenbleiben) –> Geste: Beidhändig an Brust klopfen
* Hoppa in (Springen in Hütte, Transportbox) –> Geste: An die Hütten- Transportboxtür mit der flachen Hand klopfen
* (Hundename) Naaahhhh (Ermahnung bei Nichtbefolgung eines Kommandos) –> Geste: Hände in die Hüften, ggfl. einen Schritt auf den Hund zu
* Going up (Erklettern von Steilhängen, Steilufern, Baumbrücken ect.) –> Geste: keine
* Going down (äquivalent wie vor nur nach unten) –> Geste: keine

Folgende Kommandos sind NICHT zur Anwendung empfohlen, Sie sind Extremsituationen vorbehalten und in Europa nicht unter Verletzung gesetzlicher Vorschriften trainierbar !!!!.
Ferner sind Sie mit die schwierigsten die man einen Siberian beibringen kann. Experimentieren Sie also bitte nicht damit herum, so etwas kann nur ein ERFAHRENER Trainer leisten. Und es braucht seine Zeit.

* Freeee Hunt! (Langsam gesprochen wie ein Wort, auffordernd,) Dem Hund wird die Jagd freigegeben –> Geste: keine
* Home! Home! (Wiederholen, laut, eindringlich) Der Hund alleine wird nach Hause geschickt –> Geste : keine
* People (kurz, leise……) Der Hund wird aufgefordert den nächsten Menschen zu suchen –> Geste : liegend, wie bei gebrochenen Bein, Unsicherheit ausstrahlen,

Der Mensch der zum Siberian Husky passt (ja genau nicht umgekehrt) ist wie diese Hunde auch, nicht einfach zu beschreiben. Er benötigt in erster Linie viel Geduld und Durchsetzungsvermögen, den Willen und das Wissen sich bis zu 15 Jahre lang täglich mehrere Stunden intensiv mit seinem Hund zu beschäftigen. Dazu gehört auch sich viel mit der “Denkweise” der Hunde Auseinanderzusetzen und Ihnen klare und eindeutige Grenzen zu setzen. Bekommt der Husky einmal das Gefühl er sei der Leithund oder Chef, na dann viel Spaß…. .

Sportlichkeit, am besten beim Marathon oder wie bei mir beim Triathlon, oder der Willen mit den Tieren den Schlittensport auszuüben sind äußerst förderlich. Siberian Huskys sind keine “Mode”-Hunde die man sich einfach mal so zulegt. Optimalerweise lebt er in in einer intakten Familie mit Kindern im Grünen oder mit der Möglichkeit schnell eine Umgebung zu erreichen in der die Tiere auch mal 5 Kilometer rennen können ohne auf eine Straße zu treffen. Mindestvoraussetzung sollte ferner ein ständiger nutzbarer Freilauf sowie ein intaktes Rudel sein. Zwingerhaltung, egal wie Sie sich gestaltet, ist von Übel.

Ferner sind Siberian Huskys nicht billig. Bei optimaler Pflege kann ein Hund im ersten Jahr incl. Anschaffungskosten durchaus um die 4.000 € und mehr verschlingen. Und dann haben Sie noch kein einziges Stück Equipment erworben…. . Andererseits ist eine Sensibilität von Nöten, die nicht viele Menschen aufbringen. Gerade durch seine enge Bindung an das “Rudel” ist der Siberian Husky ein äußerst aufmerksamer und sensibler Hund auf den es gilt genau zu achten und einzugehen.

Sie lieben es ferner zu buddeln, sprich Löcher genau dahin zu graben wo Sie absolut nicht zu gebrauchen sind.
Das bedeutet: Vergessen Sie Ihren gepflegten Rasen und Ihre Blummenrabatten. Ihre Hunde werden mit grösstem Vergnügen für eine “Umgestaltung” sorgen. Und die Mehrkosten beim Bau eines Freilaufes sind erheblich! Mindestens einen Meter tief und zwei Meter hoch sollte der Zaun schon sein. Denn bevor wir es vergessen zu erwähnen: Der Siberian kann auch ein begnadeter Kletterkünstler sein.

Und dann wäre da noch sein wunderbares Fell. Nun ja, das wechselt er gelegentlich. Und dann sind die Haare überall. Genau!Überall ! Damit müssen Sie leben. Wenn Sie sich auch nur in einem dieser Punkte nicht 100% sicher sind : Dann ist der Siberian Husky für Sie nicht das richtige Tier.

habe ich jetzt endlich mal auf unseren Server gelegt. Alle Anleitungen sind in Deutsch/englisch/französisch und können von uns auch auf CD gegen einen Unkostenbeitrag von 9 Euro für den Versand kostenfrei angefordert werden.

Das Archiv ist im Zip Format und enthält insgesamt je 8 Spleißanleitungen pro Sprache für die verschiedenen Leinentypen. Einzelne Dateien im PDF Format, Gesamtgröße ca. 14 MB.

Alles dazu nötige Werkzeug zb. ein Set zum spleißen oder ein professionelles Elektromesser zum schneiden der Leinen, findet sich in unserem Shop.

Have fun
Otaku Icon

so ein bischen die Beiträge zum Thema Siberian Husky. Dies liegt zum einem daran das eben Sommer ist und da in diesen 3 Monaten kaum etwas ausser der täglichen Routine passiert ist es schwierig etwas zu schreiben das nicht alle Leser zu Tode langweilt. Zum anderen arbeite ich gerade, neben allem anderem, an einigen längeren Artikeln zu folgende Themen :

1.) Search und Home Training
2.)  Alternative Beschäftigungen mit dem Siberain Husky
3.)  Verhaltenstörungen beim Siberian Husky -Ursachen und Abhilfe-
4.) Outdoor mit dem Siberian Husky  – Equipment und richtiges Verhalten-
Es gibt also demnächst wieder viel lesenwertes in diesen Kategorien,  ein bischen Geduld bitte.

Mfg
Otaku

Der Mensch der zum Siberian Husky passt (ja genau nicht umgekehrt) ist wie diese Hunde auch, nicht einfach zu beschreiben. Er benötigt in erster Linie viel Geduld und Durchsetzungsvermögen, den Willen und das Wissen sich bis zu 15 Jahre lang täglich mehrere Stunden intensiv mit seinem Hund zu beschäftigen. Dazu gehört auch sich viel mit der “Denkweise” der Hunde Auseinanderzusetzen und Ihnen klare und eindeutige Grenzen zu setzen. Bekommt der Husky einmal das Gefühl er sei der Leithund oder Chef, na dann viel Spaß…. .

Sportlichkeit, am besten beim Marathon oder wie bei mir beim Triathlon, oder der Willen mit den Tieren den Schlittensport auszuüben sind äußerst förderlich. Siberian Huskys sind keine “Mode”-Hunde die man sich einfach mal so zulegt. Optimalerweise lebt er in in einer intakten Familie mit Kindern im Grünen oder mit der Möglichkeit schnell eine Umgebung zu erreichen in der die Tiere auch mal 5 Kilometer rennen können ohne auf eine Straße zu treffen. Mindestvoraussetzung sollte ferner ein ständiger nutzbarer Freilauf sowie ein intaktes Rudel sein. Zwingerhaltung, egal wie Sie sich gestaltet, ist von Übel.

Ferner sind Siberian Huskys nicht billig. Bei optimaler Pflege kann ein Hund im ersten Jahr incl. Anschaffungskosten durchaus um die 4.000 € und mehr verschlingen. Und dann haben Sie noch kein einziges Stück Equipment erworben…. . Andererseits ist eine Sensibilität von Nöten, die nicht viele Menschen aufbringen. Gerade durch seine enge Bindung an das “Rudel” ist der Siberian Husky ein äußerst aufmerksamer und sensibler Hund auf den es gilt genau zu achten und einzugehen.

Sie lieben es ferner zu buddeln, sprich Löcher genau dahin zu graben wo Sie absolut nicht zu gebrauchen sind.
Das bedeutet: Vergessen Sie Ihren gepflegten Rasen und Ihre Blummenrabatten. Ihre Hunde werden mit grösstem Vergnügen für eine “Umgestaltung” sorgen. Und die Mehrkosten beim Bau eines Freilaufes sind erheblich! Mindestens einen Meter tief und zwei Meter hoch sollte der Zaun schon sein. Denn bevor wir es vergessen zu erwähnen: Der Siberian kann auch ein begnadeter Kletterkünstler sein.

Und dann wäre da noch sein wunderbares Fell. Nun ja, das wechselt er gelegentlich. Und dann sind die Haare überall. Genau!Überall ! Damit müssen Sie leben. Wenn Sie sich auch nur in einem dieser Punkte nicht 100% sicher sind : Dann ist der Siberian Husky für Sie nicht das richtige Tier.

beherrschen sollte :

Die hier aufgeführten Kommandos sollte nach unsere Meinung jeder gut ausgebildete Schlittenhund beherrschen. Wir haben uns bewusst gegen die üblich Kommandos entschieden. Die Musherlegende Hunde könnten rechts und links nicht unterscheiden haben wir jedenfalls klar wiederlegt. Unsere Kommandos funktionieren. Das zählt für uns. Außerdem ist es dem Hund egal was man sagt solange er es mit gewünschtem Verhalten verknüpfen kann. Man könnte genauso gut Quarkpudding für rechts und Feuerwehrauto für links verwenden. Das “coole” Geee Gebrülle das man von hier bis nach Alaska hört finden wir jedenfalls lächerlich.

* Sitzt ! –> Geste: Erhobener Zeigefinger vor der Brust
* Platz ! –> Geste: Flache Hand geht von oben nach unten und verharrt dort.
* Hier ! –> Geste: Erhobener rechter Arm.
* Fuss. –> Geste: Waagerecht abgespreizte flache Hand bei bei hängendem rechtem Arm. (Bei mehreren Hunden auch links)
* Rechts –> Geste: Arm in Schulterhöhe nach rechts
* Links –> Geste: Arm in Schulterhöhe nach links
* Straight away (geradeaus weiterlaufen) –> Geste: keine
* Zurück (wenden auf Trail direktes zurücklaufen an der Hauptleine bis Zug am Seil, Hunde halten Ihren Platz) –> Geste: Kreisende rechte Hand in Schulterhöhe
* Turn around wenden auf Trail im Kreis) –> Geste : Keine
* Sloowww –> Langsam (gedehnt gesprochen, langsam weiterziehen) –> Geste: keine
* Muuuussssh go on ! (laut) Schnellstmöglicher Sprint. Gefahr ! –> Geste: keine
* OK go on ! Losfahren –> Geste: keine
* On the Way ! (Ermahnung bei Ansätzen zu Jagdverhalten: Vögel, Rentiere auf dem Trail) –> Geste: Arm in Schulterhöhe geradeaus
* Stop! –> Geste: Keine
* Fiiinnnd a way langgezogen wie ein Wort gesprochen, nur an Longleine) Einen Trail finden –> Geste: Keine
* Warten! ( Pause ohne auszuschieren, Hunde legen sich hin ) –> Geste: Keine
* Pfote (Heben der jeweiligen Pfote; Booten; Pfotenkontrolle bei Stops;) –> Geste: Offene Hand vor oder hinter der jeweiligen Pfote
* Nein! (Laut) Absolutes Verbot egal was der Hund gerade tut –> Geste: keine
* Jump! (Springen von oder über ein Hinderniss) –> Geste: Arm mit ausgestreckter flacher Hand geradeaus
* Hopp (Springen mit den Vorderläufen an die Brust; stehenbleiben) –> Geste: Beidhändig an Brust klopfen
* Hoppa in (Springen in Hütte, Transportbox) –> Geste: An die Hütten- Transportboxtür mit der flachen Hand klopfen
* (Hundename) Naaahhhh (Ermahnung bei Nichtbefolgung eines Kommandos) –> Geste: Hände in die Hüften, ggfl. einen Schritt auf den Hund zu
* Going up (Erklettern von Steilhängen, Steilufern, Baumbrücken ect.) –> Geste: keine
* Going down (äquivalent wie vor nur nach unten) –> Geste: keine

Folgende Kommandos sind NICHT zur Anwendung empfohlen, Sie sind Extremsituationen vorbehalten und in Europa nicht unter Verletzung gesetzlicher Vorschriften trainierbar !!!!.
Ferner sind Sie mit die schwierigsten die man einen Siberian beibringen kann. Experimentieren Sie also bitte nicht damit herum, so etwas kann nur ein ERFAHRENER Trainer leisten. Und es braucht seine Zeit.

* Freeee Hunt! (Langsam gesprochen wie ein Wort, auffordernd,) Dem Hund wird die Jagd freigegeben –> Geste: keine
* Home! Home! (Wiederholen, laut, eindringlich) Der Hund alleine wird nach Hause geschickt –> Geste : keine
* People (kurz, leise……) Der Hund wird aufgefordert den nächsten Menschen zu suchen –> Geste : liegend, wie bei gebrochenen Bein, Unsicherheit ausstrahlen,

Der Siberian Husky ist freundlich, sanft und aufgeschlossen aber auch äußerst sturköpfig. Aggressives Verhalten dem Menschen, auch völlig Fremden gegenüber ist Ihm wesensfremd.

Sollte jemals bei Ihnen eingebrochen werden: Seien Sie versichert Ihr Hund wird den Dieben beim Wegschleppen Ihrer Einrichtung mit Freude helfen. Als Wach- oder Schutzhund ist er also völlig ungeeignet. Siberian Huskys sind sehr selbständige, selbstbewusste und stolze Hunde mit eigenem Kopf. Freiheitsliebe und Neugier sowie ein ausgeprägter Jagdtrieb zählen, nebst Ihrer schier unglaublichen Ausdauer und Leidensfähigkeit zu den hervorstechensten Merkmalen.

Seinem enormen Bewegungsdrang bringt es mit sich das man ständig auf Trab gehalten wird. 4 bis 5 Stunden ausserhalb der Wohnung oder des Freilaufes bei einem Kilometerpensum von um die 25 Kilometern sind für einen erwachsenen Hund völlig normal und nichts ungewöhliches.

Der ideale Begleiter also für Ausdauersportler. Seine Intelligenz und Aufmerksamkeit, seine zugängliche Art und sein Eifer machen ihn zu einem angenehmen Freund und willigen Arbeiter. Noch sehr ursprünglich, natürlich, schön und vor allem gesund, das sind die weiteren Attribute des Siberian Husky.

Die in über 3000 Jahren Zucht im östlichen Sibirien hervorgebrachten Eigenschaften sind so orientiert, dass diese Hunde unter härtesten Bedingungen arbeiten und leben bzw. überleben können. Nur kerngesunde und extrem widerstandsfähige Hunde halten dies bis ins hohe Alter durch.

Genügsamkeit wozu auch ein ein hochoptimierter Stoffwechsel zur bestmöglichen Ausnutzung des vorhandenen Nahrung zählt gehören zwingend dazu. Sein ausgeprägtes Sozialverhalten innerhalb des Rudels zudem ja auch der Mensch zählt, sind eine weitere schöne Eigenschaft.

Wenn Sie mit dem Schlittenhundesport beginnen möchten haben Sie das aller grösste aller Probleme gleich am Anfang! Ein Hundeteam aufzubauen das harmonisch zusammen arbeitet, das so trainiert ist das Sie es nicht unterwegs verlieren und vor allem sich und die Hunde nicht umbringen. Sie haben sich für eine der schwierigsten Aufgaben im Sport überhaupt entschieden. Die Frage die Sie sich nun beantworten müssen ist: Wie möchte ich es angehen. Will ich schnelle Erfolge, koste es was es wolle, oder sind ist Ihnen eine seriöse, gründliche Arbeit mit Hunden wichtiger? Lassen Sie sich nicht entmutigen aber machen Sie sich auch keine Illusionen: Sie starten ein Projekt das mehrere Jahre oder Jahrzehnte dauern wird, und Sie Unmengen an Zeit, Nerven, Geld und Arbeit kosten wird. Und niemand ist der geborene Hundetrainer oder Musher. Auch Sie müssen Erfahrungen sammeln, Rückschlage hinnehmen und mit Enttäuschungen fertigwerden. Sie können natürlich auch einfach ein Weltklasseteam für eine Wahnsinnsumme – von einem den wir einen Killer nennen würden- zusammenkaufen und einfach auf Teufel komm raus los fahren um Ruhm zu ernten. Wie es derzeit bei der jüngeren Mushergeneration gerade auch hier in Schweden Mode zu seien scheint. Aber ist es das was Sie wollen?? Hunde als Sportgerärt um Ihren Ehrgeiz zu befriedigen ?? Denken Sie noch einmal darüber nach was Ihnen wichtig ist. Wenn Sie schnelle Erfolge wollen, brauchen Sie hier erst gar nicht weiterzulesen. Wenden Sie sich an einen der bekannten Iditarod Gewinner der letzten Jahre, kaufen für 50.000 Euro ein Team und für nochmals 50.000 Euro Equipment und fahren Sie los. Viel Spaß…. Das andere Extrem ist natürlich ebenso dumm weil es nicht funktionieren kann: Sich einfach ein paar Hunde von nächsten Tierheim zu besorgen und sich zu sagen: Die kriege ich schon hin. Nicht jeder “Schlittenhund” will und kann arbeiten. Und eine Ansammlung von Problemhunden ist kaum zu handeln, selbst wenn Sie lange Erfahrung haben. Es ist hart das zu sagen aber viele dieser Tiere sind so verhaltensgestört das man die Hoffnung Sie in ein Rudel, geschweige den in ein arbeitendes und funktionierenden Team zu integrieren, einfach aussichtslos ist. Das einzigste was Sie erreichen sind verletzte und tote Hunde und Riesenkosten für den Tierarzt. Ebenso sollten Sie keine Hunde vom erstbesten Musher erwerben der Ihnen was vom Hundehimmel aus Erden erzählt. Wenn dem so ist, warum verkauft er diese tollen Hunde dann ?? Auch im Schlittenhundesport sind viele, zu viele geldgeile Leute unterwegs die nur auf einen Rookie (Anfänger) warten dem Sie das Fell über die Ohren ziehen können. Und es könen sich darunter durchaus “berühmte ” Namen befinden. Wer fragt schon genauer nach ?? Menschen lassen sich nun einmal leicht von tollem Schein blenden. Die Wahrheit sieht oft ganz anders aus…. . Dazu ein Tip: Besuchen Sie den Züchter / Musher Ihrer Wahl doch mal unangemeldet und am besten zu einem Zeitpunkt der als unhöflicht gilt und ausserhalb der Saison. Ein Besuch im Hochsommer abends um 20.00 Uhr oder morgens um 7.00 kann überraschende Erkenntnisse bringen. Wir jedenfalls haben so manches sehen dürfen was sonst wohl hinter wohlfeilen Fassaden und grossen Züchter und Ethikpreisen gut versteckt wird. Ein seriöser Züchter/Musher wird Sich ob eines solchen Besuches zwar kaum in Sie verlieben, aber wenn Sie Ihre Motivation erklären, Ihnen zustimmen. Schlieslich muss auch er daran interessiert sein seinen “Berufsstand” sauber zu halten oder nicht ?? Werden Sie dagegen eilig und wohlmöglich mit Drohungen u.a. mit Anwälten des Hofes verwiesen nun ja, dann sollten Sie Ihre eigenen Schlüsse ziehen. Was Sie ebenfalls bedenken sollten: Vergessen Sie Jack London und was Sie sonst so an romantischer Literatur gelesen haben. Hunde müssen weder groß noch kräftig aussehen, oft ist das Gegenteil der Fall. Das Verhältnis von Zugkraft, Ausdauer und Nahrungsbedarf stimmt bei großen Hunden meist vorne und hinten nicht. Und bedenken Sie auch etwas was Ihnen jetzt vielleicht profan vorkommt: Hundefutter. Hundefutter ist extrem teuer. Je besser desto teurer: 20 Hunde a 1 KG Hochernergiefutter pro Tag macht 30 X 20 Kg = 600 Kg pro Monat = 7,2 Tonnen im Jahr. Bei einen Preis von ca. 450 SEK pro 20 KG macht das………….. ca. 170.000 Kronen oder 17.000 Euro. Pro Jahr. Überlegen Sie sich also genau was Sie tun. Und der allerwichtigste Punkt: Harmonie und Ruhe werden Sie , bei dem Stress das 10 bis 20 Tiere sowieso schon genug erzeugen, (dabei sind Hunde sehr sehr harmonische Wesen, 20 Menschen auf einem Haufen gibt meist sehr sehr schnell Tote wenn Sie sich nicht aus dem Weg gehen können, Hunde sind da wirklich meist humaner) im Laufe der Zeit hoch und höher einschätzen. Belasten Sie sich also nicht schon am Anfang mit Problemen die Ihnen am Ende die Freude an den Tieren und am fahren gründlich verderben könnte. Versuchen Sie sich wie ein vorsichtiger und intelligenter Schachspieler zu benehmen: Einen Schritt nach dem anderen und immer 20 Züge im Voraus denken Nach alle dem nun die Frage: Wie GENAU sollten Sie anfangen?? Nun als erstes sollten Sie alles lesen was Sie in die Finger bekommen können. Von traditioneller Literatur bis hin zu alternativen Methoden. Erlebnisberichte, Internetseiten, Zuchtbücher einfach alles was Sie bekommen können. Wägen Sie die Informationen gegeneinander ab. Bilden Sie sich Ihre Meinung und treffen Sie Ihre eigenen Entscheidungen. Aber: Es wird der Punkt kommen an dem Sie nicht mehr weiter wissen. Sie werden also, mehr oder weniger, jemand vertrauen müssen der Ihnen am Anfang hilft. Denn viele Musher sind sehr eigen und gehen von komischen Regeln beim Verkauf Ihrer guten Hunde oder Welpen aus: Man verkauft nicht an Anfänger, weil man Ja nicht weis ob die Ruhm und die Ehre bzw. den Ruf den man hat vom Rookie weitergeführt wird. Viele sind daran interessiert dass Ihre Hunde in den großen Rennen laufen und so den ” Erfolg” Ihrer Zuchtlinie bestätigen. Man wind Ihnen also kaum oder nur zögerlich weiterhelfen. Und man wird versuchen Ihnen die jeweils “schlechtesten” Hunde zu verkaufen. Hier müssen Sie also durch Ihre Persönlichkeit und Ihre Ideen und Vorstellungen überzeugen. Dann kann es sehr hilfreich sein einige Jahre als Doghandler bei verschiedenen Mushern oder Züchtern zu arbeiten. Doghandler werden immer und überall, gerade in den nordischen Ländern, gesucht. Aber auch hier sollten Sie ein Auge auf den Musher und den Kennel haben: Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse sind oft noch an der Tagesordung. Und Sie machen sich wenn Sie kein Geld nehmen schnell selbst des Sozialversicherungsbetruges schuldig. Der Job ist zudem hart und dreckig, die Arbeitstage lang und das Klima meist kalt und oft auch nass. Aber : Praxis ist die beste Ausbildung die Sie bekommen können. Desto mehr desto besser. Einige Hinweise auf übliche und seriöse Bedinungen gibt dieses Interview, sowie folgender Tread in einem Deutschen Schlittenhundeforum. Nochmals: Natürlich können Sie sich auch eine komplette Mannschaft kaufen, wenn Sie soviel Geld haben. Aber wollen Sie das?? Zudem ist es oft viel schwieriger ein Team zu führen das ein anderer Ausgebildet hat. Die Hunde sind nicht auf Sie geprägt ect. ect. pp. Und Sie als Anfänger haben wohl in den seltensten Fällen das KnowHow ein solches Team zu führen. So nun haben wir lang und breit dargelegt wie es nach unserer Meinung nicht oder nicht so gut geht. Versuchen Sie es doch einmal so: Fragen Sie den Züchter Ihrer Wahl, ob er eine ältere Hündin oder ein paar Welpen abzugeben hat erklären Sie ihm das Sie weiterzüchten möchten und das Sie seine Hilfe benötigen. Räumen Sie Ihm im Zweifelsfalle das Recht ein die Welpen die er für am aussichtsreichsten aus Ihrem ersten Wurf hält umsonst oder zu einem niedrigen Preis zurückzuerwerben. Auf diesem Wege kommen Sie, mit seiner Unterstützungzu Ihrem ersten kleinen Team. Aber nochmals unsere Warnung: Ein Hund wird 15 Jahre alt. Und ab 5 bis 10 Hunden sind im Laufe der Jahre schnell die Kosten eines Eigenheimes oder eines schönen Mercedes ausgegeben. Übe

rlegen Sie also gut was Sie tun. Also denken Sie besser zweimal nach. Bedenken Sie auch: Selbst wenn Sie alles was Sie finden konnten gelesen haben: Sie haben sehr wenig praktische Erfahrung. Alleine diese Tatsache wird Sie viele Fehler machen lassen. Und Fehler werden, wie überall sonst auch schnell sehr teuer. Und Sie arbeiten mit Tieren. Das heißt Ihre Fehler werden 15 Jahre alt…. So soviel zu diesen Aspekten. Nun zum Training. Welpen Training – Nun wenn Sie bis hierher gekommen sind, dann sind Sie eines glücklichen Tages Besitzer eines Wurfes junger Welpen. Wie sollen Sie nun weitermachen um aus den süssen Kleinen ein Team arbeitswiller, fähiger Hunde zu bekommen?? Nun zum Glück ist dieser Teil nicht allzu schwierig, birgt aber immer noch genug Fallstricke für den Anfänger. Eine gute Grundlage auch und gerade für die notwendige Sozialisierung sind Welpentreffs mit anderen Hunden, Welpenkurse bei anerkannten Kapazitäten oder Vereinen. Wenn Sie gute Kontakt zu einem Züchter oder Musher haben, vereinfacht dies die Dinge natürlich enorm. Eines ist absolut essentiell: Die Prägephase bei Welpen dauert von ca. der achten bis zur ca. 14 Woche. Was Sie hier an Grundlagen legen bzw. dem Hund an “Macken” beibringen ist nur sehr, sehr schwer wieder zu korrigieren. Legen Sie bereits hier die Grundlagen für einen verträglichen gut sozialisierten Hund, dann ist vieles später relativ einfach. Aber binden Sie dem Fratz jetzt bloss kein Geschirr um. Dafür ist es jetzt noch viel zu früh. Gute Hinweise und einige Hilfen zum Thema Grundausbildung finden Sie an dieser Stelle. Die meisten Welpen bzw. Junghunde wollen arbeiten und sind sehr lernbegierig. Sie müssen Ihnen nur vermitteln das das ziehen und arbeitet etwas Positives ist. Das ist das Allerwichtigste: Die Hunde müssen Spaß an der Arbeit haben. Ist dies nicht der Fall, wird ab einem bestimmten Punkt Ihre Mühe vergebens sein. Der Spaß an der Arbeit, am Ziehen ist eine natürliche Veranlagung der nordischen Rassen. Die Hunde folgen lediglich Ihren Instinkten. Alzuviel bleibt für Sie da nicht zu tun. Einen generellen Fehler allerdings dürfen Sie nie machen: Versuchen Sie um Himmels willen nicht junge untrainierte Hunde in einer schon austrainierten, laufenden Mannschaft auszubilden. Sie werden in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe erleben. Zum Vergleich: Wenn Sie als Anfänger versuchen an Ihrem ersten Trainingstag einen Marathon zu absolvieren und dabei von 2 austrainierten Läufern “geschleppt ” werden, werden Sie anschließend, von körperlichen Verletzungen einmal abgesehen, garantiert keinen Spaß mehr an der Sache habe, einfach weil es nur eine Riesenquälerei war. Genauso würde es den Kleinen ergehen. Jetzt propagieren zwar immer noch einige Herrschaften, auch Weltmeister und Iditarod Gewinner, die Auslese der härtesten und besten schon an diesem Punkt. Das heisst für diese “Musher”: Wer nicht spätestens im dritten Anlauf kapiert um was es geht ist ungeeignet und wird gekillt. Man verkauft das als Ersatz der natürlichen Selektion. Aber die Wissenschaft ist da schon viel weiter: Es gibt genau wie beim Menschen auch bei Hunden Spätentwickler. Deren Talent kann sich erst im Alter von Jahren zeigen. Vom ethischen Aspekt mal ganz abgesehen. Wir sollten nun doch schon wirklich etwas weiter sein als der Neandertaler. Und wenn ein Tier oder auch zwei mal absolut kein Talent zeigen ist das auch nicht schlimm, oder ? Wenn Ihre Welpen bzw. Junghunde im Alter von 6 bis 8 Monaten Ihre Grundausbildung in den grundlegenden Kommandos absolviert haben und dies gut beherrschen können Sie mit dem eigentlichen Schlittenhundetraining beginnen. Wählen Sie dazu ein passendes X-Back Geschirr, am besten ein gut gepolstertes Modell aus. Zunächst wird dieses dem Hund nur zum Spazierengehen oder Joggen angelegt. Denken Sie daran : Auch wenn Ihr Hund bereits erwachsen aussieht, Knochen, Muskeln und Sehnen sind noch im Wachstum und dürfen weder überlastet werden noch verkümmern. Deshalb ist hier sehr viel Augenmass vonnöten. Wenn es soweit ist das Ihr Hund jedes Mal wenn er das Geschirr sieht freudig angelaufen kommt können Sie zum nächsten Schritt übergehen. Besorgen Sie sich eine alte Skidoo Matte und schneiden davon ein Stück von ca. 80 cm Länge ab. Daran befestigen Sie an den vorderen Ecken zwei stabile, abriebfeste Seile. Davor kommt ein kleiner Ruckdämpfer und wiederum davor ein ca. 2 Meter langes Stück Seil mit einem Karabinerhaken. Diese Konstruktion hat den Vorteil das Sie nicht schwer ist und vor allen bei Hindernissen und Buckeln auf den Weg nicht springt und somit Ihren Junghund irritieren kann. Autoreifen und ähnliches sind zu schwer und hoppeln wie wild in der Gegend herum. Auch pendeln Sie hin und her und halten nicht “Spur” . All dies muss nicht sein und erschwert Ihnen nur das Training. Ferner sind solche Reifengeschichten auch nicht ungefährlich : Ruckzuck nehmen diese Dinge an einem Hang aufgrund Ihrer Form und Ihres Gewichts Geschwindigkeit auf und überholen Ihren Hund der dann leicht mal völlig überrascht umgerissen oder völlig irritiert wird. So etwas muss nicht sein und kann gerade einen jungen und sensiblen Hund so erschrecken dass er jedes Mal Angst bekommt wenn er eingespannt wird. Nachdem Sie also Ihr Equipment vorbereitet haben suchen sie sich eine möglichst lange, gerade Strecke aus und gehen mit Ihrem Hund das erste Zugtraining an. Dazu nehmen Sie einen Bauchgürtel und befestigen Ihn mit einer etwas längeren Leine an der Sie ebenfalls einen kleinen Ruckdämpfer eingearbeitet haben, ( ca. 5 Meter ) am X-back. Danach hängen Sie zusätzlich den “Schlitten” an . Höchstwahrscheinlich wird Ihr Hund auf das Kommando : OK, Go on jetzt schön einfach loslaufen. Wichtig ist nun das Sie Ihn keinesfalls zu sehr bremsen sondern Ihm möglichst laufen lassen und HINTER Ihm mitjoggen. Sorgen Sie dafür das möglichst wenig Zug auf der Führleine liegt und der Hund das Gewicht der zugeschnittenen Skottermatte spürt. Versuchen Sie Ihm gleich zu vermitteln das jetzt nicht die Zeit zum stehen bleiben und herumschnuppern ist ,sondern das er bei Gewicht an seinem X-back laufen soll. Er wird das meist gerne tun, wenn Sie den Eindruck vermitteln das ganze sei auch für Sie ein Riesenspaß. Schaut er gelegentlich mal nach hinten oder wirkt sonst irritiert, versuchen Sie dies zu ignorieren und tun Sie einfach so als wäre das völlig normal. Keinesfalls dürfen Sie folgende Fehler machen : Den Hund überholen, stehen bleiben ohne entsprechendes Kommando, den Hund ausschimpfen weil er nicht loslauft oder Irritiert nach Hinten schaut oder sonst wie enttäuscht reagieren wenn es nicht so funktioniert wie hier beschrieben. Ignorieren Sie alles was der Hund falsch macht und vermitteln Sie ihm das dies ein Riesenspaß ist. Loben sie Ihn für jeden Schritt vorwärts. Gibt es ein Riesendurcheinander wegen der zwei Leinen oder anderem, stoppen Sie Ihren Hund mit dem richtigen Kommando und beginnen Sie von vorne. Vergessen Sie nicht : Die Aufmerksamkeitsspanne Ihres Tieres ist wesentlich kürzer als Ihre eigene . Brechen Sie im Zweifelsfalle ab und versuchen es am nächsten Tag nochmals. Wenn diese Übung einwandfrei funktioniert und Ihr Hund brav einige Kilometer geradeaus trappt ohne sich von dem Stück Matte irritieren zu lassen, dann sind Sie ein sehr großen Schritt in Ihrem Training vorangekommen.

Fortsetzung folgt.

Die sibirischen Huskys wurden ursprünglich von den Chuckchi oder Chuchi-Nomaden, einem Eskimovolk Ostsibiriens als Schlitten – und Wachhunde zum Hüten der Rentierherden gezüchtet. Die Rasselinie lässt sich ca. 3.000 Jahre zurückverfolgen. Sie waren ausgezeichnete Gebrauchshunde unter den schwierigen Bedingungen Sibiriens.
Um 1909 in Alaska an dem “All Alaska Sweepstake”-Rennen teilzunehmen, hatte der russische Pelzhändler Goosak diese Hunde aus Sibirien mitgebracht. Im Verhältnis zu den einheimischen Schlittenhunden in Alaska wirkten die Siberian Huskies klein und forderten den Spott der Bewohner heraus, die sie als “sibirische Ratte” bezeichneten. Goosaks Gespann belegte wieder Erwarten den dritten Rang. Damit begann der Siegeszug dieser verhältnismäßig zierlichen, robusten Hunde.
lm Jahre 1910 krönte John Johnson das Image dieser Rasse, aIs er den Rekord bei den Sweepstakes aufstellte, der erst wieder 1983 gebrochen werden konnte!
Mit Siegen in den Rennen von 1915, 1916, und 1917 setzte Leonard Seppala den Triumphzug des Siberian Husky fort, und “gründete” eine eigene Zuchtlinie, die Seppalas.
Als in den 50er und 60er Jahren in Nordamerika die Siberian Husky-Zucht aufblühte, wurden auch die ersten Hunde nach Europa importiert. Bei der Suche nach artgerechten Aufgaben lag die Verwendung in Schlittenhunderennen nach amerikanischem Vorbild nahe. Innerhalb kurzer Zeit wurden Schlittenhunderennen zu einem beliebten Sport.
Die Zahl der Siberian Huskies stieg in diesem Zusammenhang sprunghaft an. Leider damit auch die Zahl der züchterischen “Verbesserungen” die das ursprüngliche Wesen und Aussehen des Siberian Husky “optimieren” sollten.

Der Mensch der zum Siberian Husky passt (ja genau nicht umgekehrt) ist wie diese Hunde auch, nicht einfach zu beschreiben. Er benötigt in erster Linie viel Geduld und Durchsetzungsvermögen, den Willen und das Wissen sich bis zu 15 Jahre lang täglich mehrere Stunden intensiv mit seinem Hund zu beschäftigen.

Dazu gehört auch sich viel mit der “Denkweise” der Hunde Auseinanderzusetzen und Ihnen klare und eindeutige Grenzen zu setzen. Bekommt der Husky einmal das Gefühl er sei der Leithund oder Chef, na dann viel Spaß…. .

Sportlichkeit, am besten beim Marathon oder wie bei mir beim Triathlon, oder der Willen mit den Tieren den Schlittensport auszuüben sind äußerst förderlich.

Siberian Huskys sind keine “Mode”-Hunde die man sich einfach mal so zulegt. Optimalerweise lebt er in in einer intakten Familie mit Kindern im Grünen oder mit der Möglichkeit schnell eine Umgebung zu erreichen in der die Tiere auch mal 5 Kilometer rennen können ohne auf eine Straße zu treffen.

Mindestvoraussetzung sollte ferner ein ständiger nutzbarer Freilauf sowie ein intaktes Rudel sein. Zwingerhaltung, egal wie Sie sich gestaltet, ist von Übel.

Ferner sind Siberian Huskys nicht billig. Bei optimaler Pflege kann ein Hund im ersten Jahr incl. Anschaffungskosten durchaus um die 4.000 € und mehr verschlingen. Und dann haben Sie noch kein einziges Stück Equipment erworben…. . Andererseits ist eine Sensibilität von Nöten, die nicht viele Menschen aufbringen. Gerade durch seine enge Bindung an das “Rudel” ist der Siberian Husky ein äußerst aufmerksamer und sensibler Hund auf den es gilt genau zu achten und einzugehen.

Sie lieben es ferner zu buddeln, sprich Löcher genau dahin zu graben wo Sie absolut nicht zu gebrauchen sind.

Das bedeutet:
Vergessen Sie Ihren gepflegten Rasen und Ihre Blummenrabatten. Ihre Hunde werden mit grösstem Vergnügen für eine “Umgestaltung” sorgen. Und die Mehrkosten beim Bau eines Freilaufes sind erheblich! Mindestens einen Meter tief und zwei Meter hoch sollte der Zaun schon sein. Denn bevor wir es vergessen zu erwähnen: Der Siberian kann auch ein begnadeter Kletterkünstler sein.

Und dann wäre da noch sein wunderbares Fell. Nun ja, das wechselt er gelegentlich. Und dann sind die Haare überall. Genau!Überall ! Damit müssen Sie leben. Wenn Sie sich auch nur in einem dieser Punkte nicht 100% sicher sind : Dann ist der Siberian Husky für Sie nicht das richtige Tier.

Die ersten 2 Wochen
Angeborenes Verhaltensinventar von erster Lebensminute an. Strampeln, Maulöffnen, Rufen, Kriechen, Suchpendeln, Fellbohren, Milchtritt, Abstemmen, Lecksaugen, Geruchsprägung an Zitzen; keine sozialen Kontakte, kein Umweltbezug, kein Lernen, dem Mensch bleibt nur das Sorgen für die Mutter und die nötige Sauberkeit.

3. Woche Übergangsphase
Zunehmende Riechleistung, Augen und Ohren öffnen sich, Seh- und Hörfähigkeit beginnt, erste Umweltbezüge, erstes Kennenlernen von Mutter und Geschwistern, Kriechlaufen, für den Menschen gilt selbiges wie in den ersten 2 Wochen.

4. bis 7. Woche Prägungssphase
Reifen der arteigenen Bewegungs- und Ausdrucksweisen; volle Sinnesleistung. Erste Milchzähne, erste spezielle feste Welpennahrung als Zusatzfutter, Neugierde und Lerntrieb, angeborene Lernbegabung; Beißspiele, Kampfspiele, Bewegunsspiele. Erste Eingliederung in die Gemeinschaft erfolgt über die Prägung. Erste Bindung an den Menschen. Hier braucht das Tier beständig aber unaufdringlich Zuwendung und Aufmerksamkeit. Erste kleine Spaziergänge. Wir beginnen mit Runden durch die Wohnung und ums Haus. Wenige Minuten täglich reichen. Danach Ausweitung in konzentrischen Kreisen um den Wohnort herum. Dies wird später kontinuierlich erweitert und fortgesetzt. So finden später evtl. Ausreisser immer den Weg zurück. Langsames Entwöhnen und Einstellung auf spezielle Welpennahrung. Erste vorsichtige Vitamin und Zusatzstoffgaben.

8. bis 12. Woche Sozialisierungsphase
Weitere Entwicklung des Sozialverhaltens im Spiel, häufigere Spiele des Nahrungserwerbs und erste Meutespiele, sexuelle Spiele. Hundeeltern erziehen die Welpen. Erkunden der weiteren Umgebung, geringere Heimbindung. Vorsichtiger Beginn des ersten Grundtrainings. Immer in Begleitung eines Muttertieres oder Geschwisters. Nur einfachste Grundkommandos. Sitzt, Fuß, Stop, Los. Wer ab jetzt alles richtig macht, legt die Grundlage für einen gehorsamen und gutausgebildeten Hund. Die Geschichte vom Husky der nur an der Leine gehen kann ist eine Legende.

Wichtig:
Keinerlei Bestrafungen, auch die nächsten Wochen nicht. Lob, Streicheln, Aufgeregtes Loben, erste Leckerlies. Rangfolge im Rudel beachten. In der zwölften Woche erste kurze Ausflüge mit den Hund alleine. Nur 5 Minuten, nie mehr. Erste Verbote, strikteres Achten auf Sauberkeit. Aufbau der “Mensch-Hunde-Meute”, sonst bleibt der Hund mehr an die Hundekontakte gebunden: Mensch als disziplinierter Meute- und Eltern-Kumpan. Jetzt beginnt auch die striktere Achtung auf Nutzung der eigenen Näpfe und des eigenen Platzes. Welpengruppe ist ratsam.

13. bis 16. Woche
Die Regeln der 8 bis zwölften Woche gelten fort. Bei Regelverstößen erste leichte Bestrafung.
Beginn des Wechsellobes: Mal Leckerlies, mal nur loben. Rangordnungsphase und Loslösungsphase. Am Ende 4. spätestens 5. Monats sollte der Hund stubenrein sein und strikt auf einfache Kommandos reagieren. Nicht die Geduld verlieren, Lausbubenalter ! Vorsicht bei Freilaufübungen, der Schlingel büxt jetzt besonders gerne aus. Austragen von Rangordnungskämpfen untereinander. Der Rudelführer wird immer klarer festgelegt. Ausweitung der Trainingseinheiten auf max. 20 Min täglich, ggfl. aufgeteilt in Portionen. Üben Sie mit Ihrem Hund wenn er aufmerksam ist. Vergewiessern Sie sich das er sich auf Sie fixiert. Arbeiten Sie mit Ihrer Stimme und übertriebener Gestik.

Erste komplizierte Kommandos:
Sitz, Platz, Steh.

Vorführen der Reaktion anderer Hund aus schwierige Kommandos wie z.B. Mush. Langsames abbauen des kindlichen Freiraumes wie z.B. schlafen im Bett.

5. bis 6. Monat Vorpubertätsphase
Neigung zur Selbständigkeit, oft Erziehungsschwierigkeiten. Bildung fester Partnerbindungen. Ab hier muss und kann ggfl. auch mit Bestrafung bei Fehlverhalten gearbeitet werden. Werden Sie laut! Reagieren Sie zornig.
ABER :
Überschreiten Sie nie die Grenze des Vertrauensbruches. Hier ist viel Gefühl und Einfühlungsvermögen gefragt. Ausweitung der Spaziergänge mit dem Rudel und Geschwistern. Viel Kontakt mit anderen Menschen und Hunden.

Wichtig:
Achten Sie auf die Grenzen Ihres Hundes: Legt er sich hin, tragen Sie Ihn ggfl. nach Hause. Gilt auch für die vorhergehende Abschnitte. Übertreiben Sie es nicht: Ihr Hund ist im Wachstum die Knochen sind weich und spröde. Überlastung schadet dem Tier die nächsten 12 bis 4 Monate noch erheblich. Vermehrte Gaben von Ausfbaustoffen wie Kalzium und Vitaminen. Langsamer Beginn der Umstellung auf Normalkost sprich Premiumfutter. Beginn der endgültigen Grundausbildung. Alle Kommandos müssen jetzt nach und nach perfekt sitzen.

GEDULD:
Bis es immer klappt vergeht noch über 1 Jahr. Langsame Gewöhnung ans alleine sein und die Transportbox.

7. bis ca. 12. Monat Pupertätsphase; weiteres
Dauer ist rasseabhängig; mit erster Läufigkeit der Hündin ist die Phase abgeschlossen. Beinheben beim Rüden, Deckfähigkeit setzt ein. Ende der endgültigen Grundausbildung. Beginn des Lauftrainings.

Vorsicht:
Der Hund ist noch nicht ausgewachsen. Leichte kontinuierliche Steigerung. Abschluß der Nahrungsumstellung. Leichtes Fahrradtraining, weitere Kommandos. Diese müssen jetzt spontaner befolgt werden. Erziehung des Hundes zur Arbeit und Leistung. Vertiefung des Erlernten. Geduld, Geduld, Geduld. Mitnahme auf erste Veranstaltungen. Beginn des Hochleistungstraining keinesfalls vor Ende des zweiten Lebensjahres. (Knochenaufbau).

Allgemeines Erscheinungsbild:

Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer Arbeitshund, schnell, leichtfüßig, frei und elegant in der Bewegung.

Sein mäßig kompakter, dichtbehaarter Körper, die aufrecht stehenden Ohren und die buschige Rute weisen auf die nordische Herkunft hin. Seine charakteristische Gangart ist fließend und anscheinend mühelos.

Er ist nach wie vor äußerst fähig, seine ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere Lasten in mäßigem Tempo über große Entfernungen zu ziehen.

Die Proportionen und die Form seines Körpers spiegeln dies grundlegend ausgewogene Verhältnis von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wieder.

Die Rüden sind maskulin, aber niemals grob; die Hündinnen sind feminin, aber ohne Schwächen im Aufbau. Ein Siberian Husky in richtiger Kondition, mit gut entwickelten, straffen Muskeln, hat kein Übergewicht.

Größe, Proportion, Substanz:

Widerristhöhe:
Rüden: 53,5 – 60 cm
Hündinnen: 50,5 – 56 cm

Gewicht:
Rüden: 20,5 – 28 kg
Hündinnen: 15,5 – 23 kg

Das Gewicht steht im richtigen Verhältnis zur Widerristhöhe. Die genannten Größen und Gewichte bezeichnen die äußersten Grenzen ohne einem Extrem den Vorzug zu geben. Übermäßige Knochenstärke oder Übergewicht sollte bestraft werden. Die Länge des Körpers, gemessen vom Schultergelenk bis zum Sitzbeinhöcker, übertrifft ein wenig die Widerristhöhe. Ausschließender Fehler: Rüden über 59,69 cm und Hündinnen über 55,88 cm.

Kopf:
Ausdruck: Durchdringend, aber freundlich; interessiert und sogar schelmisch.

Augen:
Mandelförmig, mäßig auseinanderliegend und etwas schräg gelagert. Die Augen können braun oder blau sein, wobei ein braunes und ein blaues Auge sowie mehrfarbige Augen zu akzeptieren sind.
Fehler: Zu schräg oder zu dicht beieinander liegende Augen.

Ohren:
Von mittlerer Größe, dreieckig, eng beieinanderstehend und hoch angesetzt. Sie sind dick, gut behaart, hinten leicht gewölbt, aufrecht stehend, mit leicht abgerundeten, aufgerichteten Spitzen.Fehler: zu groß im Verhältnis zum Kopf; zu weit auseinanderstehend; nicht fest aufrechtstehend.

Schädel:
Von mittlerer Größe und passend zum Körper, oben leicht gerundet und sich von der breitesten Stelle zu den Augen hin verjüngend. Fehler: Plumper oder schwerer Kopf; zu fein gemeißelter Kopf.

Stop:
Gut ausgeprägt; das Nasenbein ist gerade vom Stop bis zur Nasenspitze.
Fehler: Nicht genügend ausgeprägter Stop.

Fang:
Von mittlerer Länge, das heißt, der Abstand von der Nasenspitze bis zum Stop ist gleich dem vom Stop bis zum Hinterhauptbein. Der Fang ist von mittlerer Breite, sich zur Nase hin allmählich verjüngend, jedoch nicht spitz oder breit endend. Fehler: Fang entweder zu fein oder zu grob, zu kurz oder zu lang.

Nase:
Schwarz bei grauen, lohfarbenen und schwarzen Hunden; leberfarben bei kupferfarbenen Hunden; bei rein weißen Hunden kann sie fleischfarben sein. Die rosastreifige “Schneenase” ist zu akzeptieren.
Lefzen:
Sie sind gut pigmentiert und eng anliegend.

Zähne:
Scherengebiss.
Fehler: Jede Abweichung vom Scherengebiss.

Hals, Obere Linie, Körper:

Hals:
Mittlere Länge, gebogen, im Stand stolz aufgerichtet. Im Trab ist der Hals so gestreckt, dass der Kopf leicht vorgelagert getragen wird. Fehler: Hals zu kurz und dick, zu lang.

Brustkorb:
Tief und kräftig, aber nicht zu breit; der tiefste Punkte liegt unmittelbar hinter und auf gleicher Höhe mit den Ellenbogen. Die Rippen sind gleich am Ansatz an der Wirbelsäule gut gewölbt, an den Seiten aber flacher, um einen freien Bewegungsablauf zu erlauben. Fehler: Brust zu breit; tonniger Brustkorb; Rippen zu flach oder schwach.

Rücken:
Gerade und kräftig, mit von den Schulterblättern zur Kruppe waagerecht verlaufender oberen Linie. Er ist von mittlerer Länge, weder verhältnismäßig kurz noch nachgebend wegen übermäßiger Länge. Die Lende ist straff und trocken bemuskelt, schmaler als der Rippenkorb und leicht gewölbt. Kruppe abfallend, doch niemals so steil, dass das Abfußen der Hinterläufe beeinträchtigt wird.
Fehler: Matter oder nachgebender Rücken; gewölbter Rücken; abfallende obere Linie.

Rute:
Die gut behaarte Rute in Form einer Fuchslunte ist eben unterhalb der oberen Linie angesetzt und wird, wenn der Hund aufmerksam ist, üblicherweise in einem eleganten, sichelförmigen Bogen über den Rücken getragen. Dabei soll sich die Rute weder an der einen noch an der anderen Seite des Körpers ringeln, auch soll sie nicht flach auf den Rücken gedrückt werden. Eine hängende Rute ist normal, wenn der Hund ruhig und gelassen steht. Das Haar an der Rute ist mittellang und rundum annähernd gleich lang, wodurch die Rute wie eine runde Bürste aussieht. Fehler: Angedrückte oder enggeringelte Rute; sehr buschige Rute; Rute zu tief oder zu hoch angesetzt.
Vorderhand:

Schulter:
Das Schulterblatt gut zurückliegend. Der Oberarm ist vom Schultergelenk zum Ellenbogen etwas nach hinten gerichtet und nie senkrecht zum Boden. Die Muskeln und Bänder, die die Schulterblätter am Rippenkorb halten, sind straff und gut entwickelt.Fehler: Steile Schultern; lose Schultern.

Vorderläufe:
Von vorne betrachtet, stehen die Läufe in mäßigem Abstand auseinander, parallel und gerade, wobei die Ellenbogen eng am Körper anliegen, weder ein- noch ausgedreht. Von der Seite betrachtet, sind die Vordermittelfüße etwas nach vorne gerichtet; die Vorderfußwurzelgelenke sind kräftig, aber biegsam. Die Knochen sind substanzvoll, aber nie schwer.
Die Länge der Läufe vom Ellenbogen bis zum Boden ist etwas größer als der Abstand vom Ellenbogen zum Schulterblattkamm. Afterkrallen an den Vorderläufen können entfernt sein. ( Anmerkung : Wir geben hier den offiziellen Rassestandart wieder; Das wir solcherart vorgehen für tierquälerichen Unsinn halten, versteht sich von selbst. ) Fehler: Schwache Vordermittelfüße; zu schwere Knochen; zu enger oder zu weiter Stand; ausgedrehte Ellenbogen.

Pfoten:
Oval, aber nicht lang, von mittlerer Größe, kompakt und gut behaart zwischen den Zehen und Ballen. Die Ballen sind widerstandsfähig und dick gepolstert. Bei natürlichem Stand zeigen die Pfoten weder nach innen noch nach außen.
Fehler: Nachgebende oder gespreizte Zehen; Pfoten zu groß und plump, zu klein und zart; zeheneng oder zehenweit.

Hinterhand:
Von hinten betrachtet stehen die Läufe in mäßigem Abstand auseinander und parallel. Die Oberschenkel sind gut bemuskelt und kraftvoll, die Knie gut gewinkelt, die Sprunggelenke zeichnen sich gut ab und sind bodennah plaziert. Afterkrallen,
falls vorhanden, sollen entfernt sein. ( Anmerkung : Wir geben hier den offiziellen Rassestandart wieder; Das wir solcherart vorgehen für tierquälerichen Unsinn halten, versteht sich von selbst. )
Fehler: Gestrecktes Knie, kuhhessig, zu enger oder zu weiter Stand.

Haarkleid:
Das Haarkleid des Siberian Husky ist doppelt und mittellang, hat ein schönes, pelzartiges Aussehen, ist aber niemals so lang, dass es die klaren Außenlinien des Hundes verdeckt. Die Unterwolle ist weich und dicht und von genügender Länge, um das Deckhaar zu stützen. Die längeren, steifen Haare des Deckhaares sind gerade und etwas anliegend, nie harsch und nicht gerade abstehend vom Körper. Es sollte beachtet werden, dass das Fehlen der Unterwolle während des Haarwechsels normal ist. Das Kürzen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den Zehen und um die Pfoten herum ist erlaubt, um ein gepflegtes Äußeres zu betonen. Das Trimmen desHaarkleides an jeder anderen Stelle ist nicht verzeihlich und sollte streng bestraft werden.
Fehler: Langes, rauhes oder struppiges Haarkleid; zu harsche oder zu seidige Textur; getrimmtes Haarkleid,
außer an den erlaubten Stellen.

Farbe:
Alle Farben von schwarz bis rein weiß sind erlaubt. Eine Vielfalt von Zeichnungen am Kopf ist üblich, einschließlich mancher auffallender Muster, die bei anderen Rassen nicht zu finden sind.

Gangart:
Sie ist schwungvoll und scheinbar mühelos. Der Siberian Husky ist flink und leichtfüßig. Im Ausstellungsring sollte er an einer locker hängenden Leine in einem mäßig schnellen Trab vorgestellt werden, dabei guten Vortritt und Schub zeigend. Der sich im Schritt bewegende Siberian Husky, von vorne nach hinten betrachtet, zeigt keinen bodenengen Gang; doch wenn er schneller läuft, tendieren die Läufe nach und nach zur Mitte hin, bis die Pfoten auf eine Linie gesetzt werden, die genau unter der Längsachse des Körpers verläuft. Wenn die Abdrücke der Pfoten sich decken, bewegen sich die Vorder- und Hinterläufe geradeaus gerichtet, ohne dass die Ellenbogen oder Kniegelenke weder ein- noch ausdrehen. Die Läufe bewegen sich parallel. Während der Bewegung bleibt die obere Linie straff und gerade. Fehler: Kurze, tänzelnde, unruhige, schwerfällige oder rollende Gangart, kreuzend oder schräg laufend.

Temperament:
Das charakteristische Temperament des Siberian Husky ist freundlich, sanftmütig, aufmerksam und kontaktfreudig. Er zeigt nicht die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes, noch ist er allzu misstrauisch gegenüber Fremden oder aggressiv gegenüber anderen Hunden. Von einem erwachsenen Hund darf ein gewisses Maß an Zurückhaltung und Würde erwartet werden. Seine Intelligenz, Lenkbarkeit und sein Eifer machen ihn zum angenehmen Gefährten und willigen Arbeiter.

Zusammenfassung:
Die wichtigsten Rassemerkmale des Siberian Husky sind mittlere Größe, angemessene Knochenstärke, harmonische Proportionen, leichte und freie Bewegungen, richtiges Haarkleid, ansprechender Kopf und ansprechende Ohren, korrekte Rute und gute Wesensart.
Bestraft werden sollten schwere Knochen, übermäßiges Gewicht, gebundene oder schwerfällige Gangart, langes, rauhes Haarkleid.
Ein Siberian Husky sollte nie so schwer oder grob erscheinen wie ein Zughund, aber auch nicht so leicht und zart wie ein Rennhund.

Rüden und Hündinnen sollen erkennen lassen, dass sie zu großer Ausdauer fähig sind. Außer den oben erwähnten Fehlern sind morphologische Fehler, die alle Rassen gemeinsam haben, beim Siberian Husky ebenso unerwünscht, wie bei jeder anderen Rasse, auch wenn sie hier nicht besonders erwähnt sind.
Ausschließender Fehler: Rüden über 59,69 cm und Hündinnen über 55,88 cm.

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